Advaita-Vedanta – die Lehre von der Nicht-Zweiheit

 Dies ist eine Monistische Lehre, welche die Basis der meisten Yogaarten bildet. Dieser Lehre gemäß gibt es nur ein Seinsprinzip, ein Lebensprinzip, das in einer Art Traum die Schöpfung bildet – wird in diesem Zusammenhang Maya = Illusion genannt. Aufgabe des Yogis ist zu diesem alles umfassenden Sein wieder zurück zu finden. Hat er die Schöpfung als Illusion erkannt, gilt er als von den Wiedergeburten befreit = Jivamukhti (= eine befreite Seele)

Ein Ausspruch von Ramakrishna. Da Ramakrishna Kali verehrte, wurde er gefragt, ob es für ihn kein Widerspruch sei einerseits an eine Gottheit zu glauben und andererseits das Prinzip der Advaita zu vertreten, dem gemäß es nur ein einziges, unteilbares Sein gibt und alle Erscheinungen Täuschung wären. Ramakrishna gab folgende Antwort:

"Betrachte eine Münze mit ihren zwei unterschiedlichen Seiten – und dennoch ist es eine einzige Münze"

 Eine etwas extreme Einstellung im Jnana Yoga:

Im Jnana Yoga, der Advaita als seine Basis hat, wird die Schöpfung als Illusion betrachtet, eine etwas sehr scharfe und distanzierende Bezeichnung, die man nur aus der Warte der Zielsetzung und der Yogatechnik von Eremiten verstehen kann. Die Yogatechnik besteht aus einer Gedankenstille, die dermaßen weit kultiviert wird, dass sie zu einer inneren Stille, zu einem inneren Schweigen führt, so dass dem Yogi nur noch ein formloses Gewahrsein seiner selbst bleibt. Bevor es so weit ist etikettiert der Yogi alle auftauchenden Gedanken mit der Formel "neti, neti" - das heißt auf deutsch "nicht dies, nicht das".

Eine häufige Vorstellung im Yoga ist der Vergleich des alles durchdringenden Bewussteins (chit, das absolute Sein, chitta das individuelle Bewusstsein) mit dem Ozean und alle Erscheinungen der Schöpfung (beziehungsweise Regungen des individuellen Bewusstseins) als Wellen (vrittis) auf dem Ozean.

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Cittavritti, Bewegung bzw. Fluktuation (vritti) des Bewusstseins (citta) – damit sind alle Bewegungen des Denkens, Gemütszustände, Gefühle, Vorstellungen gemeint. Der innere Zustand des Yoga tritt gemäß Patanjali (siehe die 8 Stufen des Patanjali) dann ein, wenn alle Bewegungen des empirischen Bewusstseins (Chitta) aufhören.

(Das Sanskrit Alphabeth hat 49 Buchstaben, weshalb eine Übersetzung in ein 24 Buchstaben Alphabeth zu sehr unterschiedlichen Schreibweisen führen kann – um das nahe zu bringen wurden die Schreibweisen hier nicht homogenisiert.)

 

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