Albträume

Alb: Das Wort "Alb" ist eine Sprech-, Schreibversion von Alp, Elf, Alf, Elb; Das sind alte Bezeichnungen für Elfen. Unter den Elfen versteht man höhere Naturwesen.

 Albtraum

Der Begriff "Albtraum" oder "Alptraum" ist vom Wortstamm her  einem ganz bestimmten Zustand zugeordnet, wird jedoch gegenwärtig aus Unkenntnis des mythologischen Ursprunges und des inneren Geschehens für alle Träume mit unguten Erlebniswerten zugeordnet - Verfolgungsträume, Angstträume etc.. Das hat zur Folge, dass Albträume (im obigen Sinn) aus Unkenntnis der Sachlage als psychische Träume bewertet und ihre Behebung mit psychischen Methoden versucht werden.

Im Volksglauben gab es die Vorstellung, dass auf der Brust der schlafenden Person eine Drud (oder Alb) sitzt und die/den Schläfer/in durch sein Gewicht drückt ("bedrückt") und das Atmen beschwert.

 Medizinische Erklärung

Die Bewegungsunfähigkeit des Körpers durch die Schlafparalyse verursacht Ängste. Es kann noch hinzu kommen, dass in diesem Zustand (meist Rückenlage) die Atmung abflacht und das Blut sauerstoffarm wird. Es gibt im Gehirn ein Zentrum, das unter diesen Bedingungen Alarm in Form von Panik auslöst.

In dem vorliegenden Schlaf-Wach-Zwischenzustand können traumartige Wahrnehmungen entstehen, in welchen das UBW aus der Panik heraus Illusionen von Attacken fremder Wesen erzeugt.

Man besitzt im Zustand des Albträumens sein normales Körperbefinden (wenngleich gelähmt), verfügt über ein normales oder nur leicht eingeschränktes logisches Denken. Gleichzeitig befindet man sich noch (oder schon) in einem dem Traum nahen Zustand, in welchem das UBW den Zustand zu erklären versucht. Die "Erklärung" kann entweder das starke Gefühl einer Präsenz sein (wenn so weit vom Traumzustand entfernt, dass keine Bilder entstehen), oder durch die Wahrnehmung einer Gestalt. Durch die Überlagerung des Wachbefindens in der Schlafparalyse mit Traumillusionen wird das Erlebte dem Wachzustand zugeordnet. So kommt es, dass viele dazu neigen die Situation als eine Geister-Attacke zu interpretieren, noch dazu, wo man sich im Bett liegen fühlt und den Raum um sich als "gewohnt, real" empfindet.

OBE-Brief 74:  "Einmal war dieses Erlebnis anders als sonst. Alles begann wie immer. Erst das Schwer werden des Körpers, das Piepsen, sich nicht bewegen können usw.. Plötzlich tauchte an meiner linken Seite eine schwarze Gestalt auf. Ich kann nicht sagen ob es ein Mann oder eine Frau war. Es sah aus als hätte die Gestalt einen schwarzen Kapuzenmantel und ein Hut. Die Gestalt packte mich am Kopf und drückte ganz fest zu, so dass ich furchtbare Angst bekam. Ich konzentrierte mich ganz stark und sagte mir immer wieder  "du musst aufstehen". Irgendwann gelang es mir aufzuspringen und das Licht anzuknipsen. Alles war weg! Ich habe keine Ahnung was es war, ich weiß nur, dass es passiert ist und ich nicht verrückt bin."

Eine Zuschrift: "Ich glaube ich leide unter Schlaflähmung! Ich bin nun fast 23 und habe es seit ca. 8 Jahren, vielleicht auch schon etwas länger! Bis gestern wusste ich noch gar nicht, dass auch andere Menschen davon betroffen sind. Ich habe es Ewigkeiten verschwiegen bis ich irgendwann so fertig war davon und es meiner Mutter schilderte. Das erste mal glaube ich nahm sie es noch nicht so ernst wie ich, doch nach mehreren Nächten als ich weinend vor ihr stand nahm sie es dann doch ernster. Wir glaubten immer es hätte etwas mit meinem Kreislauf zu tun, denn sobald ich anfing einzuschlafen brummte es in meinen Ohren, dass es nicht mehr auszuhalten war.

Richtig quälend war es für mich, dass ich jeden Abend über lange Zeit hinweg Angst hatte schlafen zu gehen. Ich dachte, dass ich vielleicht mal das Kissen zum Schlafen weg lasse, da vielleicht mein Kopf hierdurch schlecht durchblutet ist. Dann kamen die Träume eine Zeit nicht mehr und ich glaubte  ich sei erlöst, doch dann kam es wieder und ich wusste mir keinen Rat mehr. Die Träume sind mal da und mal eine Zeit lang auch nicht! Gestern dann rief meine Mutter mich an und sagte, sie hätte beim WDR-Radio (Domian) gehört, wie jemand zum Thema "Außergewöhnliches" seine Träume schilderte, die auch genau zu mir passten. Dann suchte ich im Internet danach und fand diese Seite.

Nun schildere ich mal diese seltsamen Träume: Ich liege im Bett und fange an einzuschlafen. Im Halbschlaf, so zu sagen, fängt es an in meinen Ohren tierisch zu brummen und zu rauschen an, dass ich meine es nicht mehr aushalten zu können. Dann fängt der Traum (oder was immer das auch ist) an. Es ist so als ob ich wach bin und ich nehme meine Umgebung wahr, sehe das Zimmer so als ob ich wach im Bett liegen würde. Egal wo ich schlafe ich sehe immer das Zimmer, in dem ich mich gerade befinde. Dabei hält das Rauschen stets an. Dann bemerke ich dass ich mich nicht bewegen kann und wie gelähmt bin. Ich höre manchmal auch in dieser Phase fremde Geräusche. Dann bemerke ich, dass jemand im Raum ist, den ich aber nicht sehen kann und fühle mich bedroht. Dann auf einmal packt mich dieser jemand und versucht mich aus meinem Bett zu ziehen, manchmal aber auch zieht es mir nur die Decke weg und ich versuche mich immer zu wehren doch ich kann nicht. Seltener kommt es auch vor, dass ich so eine starke extreme Angst entwickle, dass ich mich in einem Traum vor diesem Jemand schützen will und auf einmal fliegen kann. Ich weiß es hört sich unglaubwürdig an, aber es ist so - ich kann dann auf einmal an die Zimmerdecke fliegen. In diesen Träumen bin ich mir stark bewusst, dass ich träume und sage mir immer im Gedanken: "Du musst jetzt aufwachen" und zwinge mich dazu meine Augen zu öffnen. Ich habe auch schon Träume erlebt, in denen ich mehrmals aufgewacht bin aber in Wirklichkeit noch am Träumen war. Es war als ob ich mehrere Phasen in diesem Traum gehabt hätte."

Aus einer Zuschrift: "Ich hatte mehrmals (2-3 mal) einen erschreckenden Alptraum. Ich war wohl im Tiefschlaf und fühlte plötzlich, dass ich unbedingt wach werden muss. Ich merkte, dass ich in Gefahr war und wenn ich nicht wach werden würde, verloren sein würde. Ich kämpfte mit aller Kraft. Ich lag auf dem Rücken im Bett und spürte, wie sich mir etwas näherte. Dabei verspürte ich ein dumpfes Vibrieren und hatte das Empfinden, eine Masse die schwerer ist als Luft legt sich über meinen Körper, begleitet von diesem dumpfen Brummen oder Vibrieren. Ich kämpfte um wach zu werden. Ich merkte, dass ich damit Probleme hatte, ja selbst meine Gliedmaßen konnte ich nicht bewegen. Ich hatte keine Gewalt mehr über meinen Körper. Es war ein furchtbares Gefühl der Hilflosigkeit. Ich wusste, dass ich unbedingt wach werden muss, ich wusste, dass ich in Gefahr bin. Ich kämpfte mit aller Gewalt mich zu bewegen." 

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien