Ankunftsebenen

 Ankunftsebenen sind Orte der Anpassung an das astrale Dasein.

Es handelt sich hier ebenfalls um erdnahe Ebenen, die als Ausgang dienen für eine weitere Wanderung in höhere Ebenen. Sie haben keine weitere Funktion als durch ein sorgenloses Dasein die Erinnerungen an irdischen Stress zu glätten und die Menschen auf die veränderten Gesetzmäßigkeiten des Jenseits vorzubereiten.  

In der Regel hat die Umgebung eine beruhigende Wirkung auf den/die Verstorbenen. Solche Umgebungen sind meist Anwesen in einer meist sehr naturnahe Landschaft. Spitäler und Sanatorien entsprechen dem Bedürfnis vorher alter oder kranker Menschen nach Pflege und Umsorgung. Die Erinnerung an ihre Hilfsbedürftigkeit ist noch so präsent, dass sie sich in Umsorgung wohler fühlen.

Zumeist schlafen die Verstorbenen dort (Anpassungsschlaf) und nehmen passiv die Schwingung der Umgebung in sich auf. Hin und wieder wachen sie auf und sind dann ansprechbar.

Der Anpassungsschlaf ist keineswegs vergeudete Zeit. Ich vermute, dass die Leute hierbei Passagen aus ihrem Leben noch einmal in der Erinnerung durchleben, dies aber aus neuer Sicht nunmehr betrachten. Wenn es Passagen aus der Jugend sind, sehen sie diese mit all dem Wissen ihrer Lebensreife und aus der Perspektive der Vergänglichkeit des Irdischen, was für sie nunmehr keine Theorie mehr ist, sondern Wirklichkeit geworden ist. Abgeklärt und versöhnt können dann die Menschen einer neuen (astralen) Zukunft entgegen gehen.

"Jenseitige Spitäler"
(aus: Sculthorp, "Meine Wanderungen in der Geisterwelt", H.Bauer Verlag, 1962, pp.82 - 83) 

Oft durfte ich im Geiste ein Spital besuchen, vermutlich wegen der Verbindung mit meiner Frau, die dort mithalf. Es ist eigentlich eine Anstalt für Neuangekommene. Einmal meldete ich mich bei meiner Ankunft auf dem Büro, wo sich eine junge Dame befand. Ich dachte, sie würde mich verstehen und sagte kurz, ich hätte meinen Körper verlassen und sei gekommen, um meine Frau zu besuchen. Sie war wohl neu, verstand mich nicht, sondern starrte auf etwas über meinem Kopfe. Ich begriff, dass ihr solche Besuche fremd waren und sie nach meinem astralen Band blickte.

Ich wünschte keine Zeit zu verlieren und erklärte ihr daher sorgfältig, es sei auf der Erde Nacht, mein physischer Körper schlafe, ich sei in meinem Geistkörper gekommen usw. Immer noch unsicher, sagte sie: "Einen Augenblick bitte" und verschwand in einen anderen Raum. Bald kam ein lächelnder, wie ich fühlte, fortgeschrittener Geist, der im Nu begriffen hatte und sagte: "Es ist in Ordnung, warten Sie im Flur." Ich ging hinaus und nach einigen Augenblicken kam meine Frau.

Man zeigte mir das ganze Spital, das früh gestorbene junge Frauen betreute. Im Speisesaal wurde eben eine Mahlzeit eingenommen. Die geballten Gedanken der Anwesenden gaben mir ein sonderbares Gefühl des Hungers. Als ich zwischen den Tischen stand, empfand ich ihre Aura, die noch den Schock eines Unfalles, oder der Furcht, Krankheit und Sorge ausstrahlte. Einige waren noch vom Äthergeruch der irdischen Spitäler umgeben. Andere hatten rote Flecken an Armen, Gesicht und Hals, herrührend von irdischen Unfällen, die durch die Gedankenkraft ihrer Erinnerungen noch festgehalten wurden.

Niemand sah krank aus, es herrschte ein allgemeiner Frohsinn in der Halle, mit Gefühlen der Lebenskraft und des Wohlseins. Diese Atmosphäre wurde, wie ich fühlte, andauernd von fortgeschrittenen Leitern der Anstalt eingeströmt, und darin bestand im vorliegenden Fall die erforderliche Behandlung. Als ich das Spital verließ, standen die Helfer am Eingang des Büros und betrachteten mich im Vorübergehen. Ich war für sie eine Kuriosität von der Erde - vollständig ausgerüstet samt Silberschnur!

"Das Ruhehaus"
"Die andere Welt", 1963/II, 14. Jg., Nr. 9, S. 653-654

Vorläufig bleibe ich für länger noch da, wo ich jetzt bin, nämlich in einem wundervollen Ruhehaus, wo alles das den Neuankömmling erwartet, dessen er zunächst bedarf. Ruhe in jeder Beziehung, Licht und Wärme sind hier, von deren Erleben Sie sich keine Vorstellung machen können.

Ich tue zunächst gar nichts, lasse die herrliche Umwelt auf mich wirken oder schließe die Augen und strecke die Glieder auf weichem Stuhl. Ich habe ein herrliches, urgemütliches, ganz meinem Geschmack entsprechendes Zimmer. Wenn ich an das offene Fenster trete - die Fenster sind immer offen und balsamischer Duft strömt herein - schaue ich in einen herrlichen Park mit gepflegten Grasflächen, Blumenbeeten und Buschgruppen; auch Wasserspiele sind da. Man winkt mir froh und lachend zu.

Von Zeit zu Zeit schaut man nach uns. Es ist eine - ich möchte sagen Schwester, um einen irdischen Ausdruck zu gebrauchen. Sie ist mit meiner Betreuung für die erste Zeit betraut. Ich freue mich, die irdische Probezeit hinter mich gebracht zu haben und durfte sie auch dank Ihrer Hilfe, wie ich nun weiß, gut bestehen.

Weitere Texte hierzu: R. Moody, "Nachdenken über das Leben nach dem Tod", Seite 30-33

 

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