Astralebenen

In Bezug auf das Jenseits herrscht in den religiösen Traditionen zumeist das Prinzip der Belohnung/Bestrafung vor. Solches hat sich als geeignet erwiesen, um die Menschen aus Angst vor der Hölle sozial zu disziplinieren. Allerdings benötigte ein Belohnungs- und Bestrafungs-System auch eine richterliche Instanz als Garant der Gerechtigkeit. Dies erforderte ein Eingreifen Gottes in die individuellen Schicksale der Menschen. (Schicksal hatte nur der Mensch, die restliche Natur war ausgeklammert, da sie nur Kulisse und Nahrungsbasis für den Menschen war).

Nach neueren Auffassungen, die von einer Selbstorganisation der Schöpfung ausgehen, sind es psychische Gegebenheiten, welche den Jenseitsaufenthalt bestimmen. Hierbei gilt:

Jenseitige Welten sind Orte der Affinität - Gleiches zieht Gleiches an.

Über die Schichtung jenseitiger Ebenen

Nach der theosophischen Lehre gibt es eine Schichtung von jenseitigen Ebenen, die, je mehr sie sich von der materiellen Ebene entfernen, umso feinstofflicher werden, also in ihrer Gesetzmäßigkeit immer weniger "physikalischen" Gesetzen gehorchen und sich in höherer Schichtung zunehmend einem reinem Bewusstsein, das frei von Form-Gebundenheit ist, nähern. (Buddhistische und tantrische Lehren gehen davon aus, dass das Bewusstsein in sich existent sein kann und keinen Körper als Bewusstseinsträger benötigt.)

Älteren Auffassungen zufolge sind die feinstofflichen Ebenen schichtartig strukturiert, wobei die dichteren Schichten der Erde näher sind und die feineren einen jeweils größeren Abstand zu Erde haben (Schichtmodell in Analogie zu einer Zwiebel).

Anderen Auffassungen zufolge können die Ebenen ungestört einander durchdringen, weil eine jede Ebene einer andere Dimension angehört. Nur innerhalb einer Ebene gibt es dann eine Schichtung wie im vorhergehendem Modell.

In beiden Auffassungen sind die jenseitigen Welten (Ebenen) wie die aurischen Schichten des Menschen (Hüllen) aufgebaut. Der Planet entspricht einem großen Organismus mit einem analogen feinstofflichen Aufbau wie der Mensch.

Die Frage um die Existenz feinstofflicher Materie

Nach theosophischer Auffassung ist die gesamte Schöpfung, ob irdisch oder transzendent, aus Materie aufgebaut. Die Materie ist ein Produkt göttlicher Gedankenkraft. Je höher die jenseitigen Ebenen sind, desto leichter "reagiert" die Materie auf Gedanken/Gefühle und desto mehr wird ihr mental-magischer Ursprung ersichtlich.

Von der Praxis her lassen sich astrale Erfahrungen damit gut erklären. Aus diesem Grund wird auch von mir sehr häufig der Begriff "feinstofflich" verwendet. Es hat sich als Arbeitshypothese bewährt.

 

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