Astralreisen: Vorgänge, Methoden und Eindrücke

Unter Astralwandern oder Astralreisen, abgekürzt OBE (engl.) oder AKE (deutsch) versteht man ein Reisen in feinstofflichen Dimensionen. Ob eine solche Möglichkeit bezweifelt wird oder nicht, eines bleibt auf jeden Fall festzustellen: diese Art des inneren Reisens ist höchst spannend. Wir erleben mit einem fühlbaren und sichtbaren Körper eine uns unbekannte Umgebung, die so real wirkt wie die physische Welt. Mitunter sind wir sogar noch wacher und erleben intensiver als im Alltag. Es bietet sich uns eine Welt voller Überraschungen und Schönheiten. Wir sind nicht nur passive Beschauer, die z.B. Prunkbauten betrachten, sondern wir sind genauso in der Lage irgendwo an zu klopfen, einzutreten und mit den Menschen zu sprechen, die dort wohnen. Bei diesen Wanderungen befinden wir uns wie es der Zufall will mal in exotischen, südlichen oder nördlichen Ländern, oder in einer anderen Zeit. In Reisen auf jenseitiger Ebene treffen wir liebgewordene Menschen, die vor uns ihr physisches Dasein beendet haben.

Ich habe durch das Astralwandern eine enorme Bereicherung meiner inneren Erlebniswelt erlangt. Nicht nur das, ich lernte auch unsere äußere Umwelt mit anderen Augen sehen. Mein Blick wurde für kleine Details geschärft, für Schönheiten und symbolische Aussagen der Dinge. Die Welt wurde für mich zu einem reichhaltigen Buch. 5 Voll Überzeugung wage ich zu sagen, dass mir durch das Astralreisen ein zweites zusätzliches Leben geschenkt wurde, ein Leben, in das ich zeitweise (wenn auch kurz) zur Erholung eintauchen durfte, so wie Kurzferien, gelegentlich Winter im Sommer, oder Sommer, wenn es hier düster und kalt war.

Des weiteren habe ich andere Menschen besser verstehen gelernt, denn bei Begegnungen in Astralreisen, lernt man über eine telepathische Brücke die Handlungsweise und die Charakterprägungen zu verstehen. Es gibt kein Verheimlichen und meist wird offen der Kummer zur Schau getragen, zugleich mit der Ursache seines Entstehens. Eigentlich ist die jenseitige Welt eine ehrliche Welt - weil ein Verbergen nicht möglich ist.

Durch die Begegnung mit Verstorbenen und geistig hoch entwickelten Wesen hat sich in mir auch der Glaube nach einem Jenseits und einem Weiterleben nach dem Tode gefestigt. Dadurch hat das Leben für mich einen tieferen Sinn bekommen - es ist kein unwiderruflicher Ablauf, dessen Inhalt nur im kurzfristigen Vergnügen besteht. Es gibt höhere Zielsetzungen - das Leben ist kein Wegwerf-Tand mehr, sondern ein Schatz, der gehegt werden will.

Die einst dunkle Spur unserer Lebensschritte wird immer heller

In Vielem bedarf es auch in der Astralwelt einiger Erfahrung, bis man alle Gegebenheiten optimal nutzen kann. Das hierbei entwickelte "Können" liegt in erster Linie am Überwinden der logischen Hemm-Mechanismen, die vom UBW aus gesteuert werden. Das UBW verbietet Handlungen und Vorhergehensweisen, die es in der materiellen Welt nicht gibt. Es ist ein Kontrollmechanismus, der im normalen 7 Tagesablauf Täuschungen und Halluzinationen verhindert. Hierzu gehören Arten der Fortbewegung wie Fliegen, Gleiten etc. und Fähigkeiten wie Materialisieren und Bewegen von Gegenständen.

Wenn beim Astralreisen zu viele und zu schnelle Eindrücke erfolgen und Handlungen gesetzt werden, die den Regeln der materiellen Welt widersprechen, z.B. wenn wir über die Gegend fliegen, eilig neue Eindrücke sammeln, ohne den astralen Körper durchzuchecken und ohne unser Bewusstsein stark in ihm zu verankern, dann kann sich leicht die Bewusstseinsklarheit verlieren und wir gleiten in einen traumartigen Zustand ab. Das sollte durch verschiedene Maßnahmen verhindert werden - bewusste Wahrnehmung des Tastens, scharf ein Objekt fixieren (um die Sehklarheit zu stärken), den Körper durchchecken, um uns unserer Körperlichkeit bewusst zu werden und vieles andere mehr.

Eine Frage, die immer wieder gestellt wird, ist jene, ob durch das Astralwandern nicht die Nachterholung verloren geht. Hierzu kann ich sagen, dass gerade das Gegenteil der Fall ist - die Erholung ist besser und gleichzeitig hat man durch die Erlebnisse einen psychischen Auftrieb.

Solange wir uns in der Nähe des physischen Körpers befinden, erleben wir eineleicht ungenaue Kopie der materiellen Umgebung. Je weiter wir uns vom Körper entfernen, desto andersartiger wird die Umgebung und zwar nicht kontinuierlich, sondern in Schritten - zumeist dann, wenn wir eine Sicht-Schwelle überschreiten (Türe, Eingangstor, Straßenbiegung).

Unser Befinden während des Astralreisens ist anders als unser Alltagsbefinden. Während des Astralreisens (Astralwanderns) befinden wir uns in einem veränderten Bewusstseinszustand. Das bedeutet, dass die meisten während des Astralreisens sehr intensive Gefühle erleben. Welche Gefühle zum Ausdruck kommen, hängt sehr oft von unseren Erwartungen und unserem Mut Neuem zu begegnen ab. So erleben manche euphorische Glückszustände, während andere von Angst gejagt werden und aus diesem Grund nie wieder etwas mit Astralreisen zu tun haben wollen. Die hierbei erlebte Angst wird von jenen Menschen auf das Geschehen projiziert, hat jedoch ihre wahre Ursache in einem Grundverhalten (Neigung zu Problemen, Lebensangst).

Empathie (Gefühlswahrnehmung anderer) und Telepathie sind auf Astralebenen normale und übliche Wahrnehmungsarten.

In Astralebenen kann man Verstorbenen, jenseitigen Helfern, engelartigen und dämonischen Wesen begegnen. Man begegnet immer wieder Freunden, zu denen ein inniges Freundschaftsverhältnis besteht, ohne dass man sich erinnern kann jenen Wesen jemals begegnet zu sein. In einer Art telepathischer Ausstrahlung bekommt man das Empfinden, schon durch Jahrhunderte oder Jahrtausende miteinander vertraut zu sein.

Die "Materie-Gesetze" der Astralwelt sind sehr unterschiedlich zum physischen Plan. Materie kann durchdrungen werden oder wird durch eine bewusst eingesetzte Vorstellungskraft plastisch. Wenn man bewusst in astrale Materie hinein greift, bleibt, wenn wir die Hand wieder herausziehen, eine Mulde oder Deformation zurück. Materialisationen sind ebenfalls möglich. Sie kommen leichter zustande, wenn man ein materialisiertes Objekt erwartet (an nicht einsichtigen Orten – hinter dem Rücken 8 oder um die nächste Straßenecke). Eine Materialisation entsteht nicht oder nur unter größten Schwierigkeiten, wenn man den Vorgang beobachtend hin blickt. Diese seltsamen Regeln lassen sich auf folgende Weise erklären: Unser Erwarten des Geschehens ist von unseren irdischen Erfahrungen geprägt. Wir können wohl wissen, dass sich astrale Materie anders verhält als physische Materie, doch unser Unterbewusstsein ist konservativ und wehrt sich gegen alles, was den irdischen Erfahrungen widerspricht. Deshalb muss es in solchen Situationen überlistet werden.

Der Blick kann in Astralwelten, wenn man sich darauf willentlich einstellt, Mauern durchdringen oder auf verschiedene darunter liegende Ebenen ausgerichtet werden. Auch kann man wie mit einem Fernrohr Weitliegendes herbei zoomen.

Das Aussehen von Personen wird speziell in tieferen Ebenen von psychischen Gesetzen bestimmt.

 

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