Chakrameditationen

!!!Warnung!!!

Die Durchführung der hier gebrachten Meditationen und Übungen erfolgt auf eigene Gefahr. Die Übungsangaben sind in gekürzter Form gebracht und erfordern Grundkenntnisse oder die Anleitung von einem Meditationslehrer.!!!

© Gauri, Regensburg

Generelles zu den Chakraübungen

Von der Anzahl der Chakren, welche sich in der Literatur finden, werden zumeist nur einige wenige als Meditationschakren verwendet. Die für die Meditation geeigneten Chakren finden sich entlang der Vorderseite des Körpers und in der Kopfregion und zwar dort auf Stirne und Scheitel. Die Wirbelsäule ist als Energiebahn von Bedeutung und es wird meist auf ihre volle Länge meditiert (diese Meditationen gehören zum Bereich "Kundalinimeditationen"). Hand-Chakren, Fuß-Chakren usw. sind für die Meditationen unwesentlich.

Ohne auf die genaue Größe und Lage der Chakren zu achten, wird im Yoga meist auf weit ausstrahlende Meditationsschwerpunkte geübt, die räumlich wesentlich größer als die von Leadbeater beschriebenen Chakren sind.

Wirkungsweise der Chakraübungen

Chakren sind nach Überlieferung Lokalisationen in der Mittelachse des Menschen, an denen der Kundalinistrom ausmündet. Die Kundalini ist ein Energiestrom von nicht geklärter Art, mit sowohl körperlichen als auch spirituellen Aspekten. Oft werden bei strömender Kundalini Töne vernommen und Vibrationen verspürt.

Je höher die Chakren liegen, desto höher sind die Töne, die vernommen   werden und desto höherfrequent ist die Schwingung, die verspürt wird.

Auch die Qualität der Erlebnisse und Phänomene ändert sich mit zunehmender Höhe der Chakren: Die Chakren der unteren Körperregionen, nämlich Muladhara Ch., Svadhistana Ch. und Manipura Ch. stehen mit dichten fluidalen Erscheinungen, wie sie im Mediumismus auftreten, in Verbindung.

Aus der Warte Außerkörperlicher Erlebnisse kann man folgende Zuordnungen treffen:

| | Manipura Chakra ... Erlebnisse im Ätherkörper
| | Anahata Chakra ... Astralwandern, astrale Schauungen
| | Ajna Chakra, Stirn Chakra ... Mentalebene

Die Meditationen auf das Ajna Chakra, aber auch jene auf das Stirn-Chakra und Sahasrara Chakra, sind mit Bedacht durchzuführen. Alle Meditationen in der Kopfregion führen leicht zu einem Umkippen des Energiegleichgewichtes. Im Detail:

Verschiebung zu Yin
Licht tendiert weiß zu werden, was die Verchiebung in Richtung Yin beschleunigt.
Folgen: "Kopflastigkeit" mit Grübeln oder anderer verstärkter ineffizienter Denktätigkeit. Druck im Kopf. Heißer Kopf.

Aus diesem Grund wird sowohl in manchen indischen Yogaschulen, als auch im Ashram Ananda, empfohlen, gleichzeitig auf das Anahata zu üben (oder einen anderen Körperschwerpunkt) und auf ein Gefühl der Liebe (od. der Religiosität) zu meditieren. Der Körperschwerpunkt bringt yang Energie in die Übung und das Gefühl verhindert einseitige Dominanz des Mentalen. Wenn man dies beachtet, müßte alles bestens laufen.

Bei vorsichtigem Taktieren kann man erfolgreich auf das Ajna Chakra meditieren, ohne daß unangenehme körperliche Begleiterscheinungen auftreten. Die Meditation führt dann zu folgenden Ergebnissen:

Willensdominanz. Klares, von Gefühlen unbeeinträchtigtes Denken. Das Gefühl einer umgebenden Weite (eine Art innere Weite, die nichts mit der Umgebung zu tun hat). Das Gefühl einer inneren Macht, begleitet von einem leicht euphorischen Zustand. Eventuell visionäre Erlebnisse, weiße Sonnen, OBE-Reisen zu Mentalebenen (siehe OBE Mentalebenen).

Bei einseitiger Meditation: Die Mitmenschen vermissen an dem Yogi (mit dieser Art Ajnadominanz) eine Weichheit, Nächstenliebe und Anteilnahme.

Anleitungen zu Chakrameditationen

Hinweise:
Die Lichtübungen auf Chakren werden begünstigt, wenn wir die Raumbeleuchtung abdrehen oder den Raum leicht verdunkeln und dann eine Kerze vor uns anzünden. Dies ergibt ein warmes Licht, welches sich günstig auf Meditation und Energetik auswirkt.
Die Wirkung der Meditation wird erhöht, wenn es uns gelingt, die Lichtvorstellung mit sensorischen Empfindungen (die wir vorher in eigenen Übungen trainiert haben) wie Wärme, Prickeln und Strömen zu verbinden (Konditionierung).
Ein gelegentliches leichtes Eindösen (in der Literatur strengstens verpönt) hat sich als nicht störend erwiesen; bisweilen geht die Meditation anschließend viel besser. Wenn man dies jedoch vermeiden will, kann man eine unbequemere Sitzhaltung einnehmen und frische Luft zuführen.

 

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