Das aurische Sperrnetz

 Was ist das aurische Sperrnetz?

Der Begriff des aurischen Sperrnetzes entspringt theosophischem Denken. Gemäß dieser theosophischen Auffassung verfließt die Aura des Menschen nicht nach außen sondern ist scharf abgegrenzt. An ihrer Oberfläche befindet sich eine geflechtartige Verdichtung. Es ist eine Art aurisches Schutzgitter, welches verhindert, daß negative Energien von außerhalb und des weiteren Besessenheitsgeister in den inneren aurischen Bereich vordringen und Schaden an Gesundheit und Psyche verursachen können. Ich bin mir meinerseits nicht sicher, ob es dieses Sperrgitter gibt.

Nach theosophischer Auffassung erfolgt während dem Schlaf eine Lockerung oder Lösung des feinstofflichen Körpers von der Physis (siehe "Fluidalkörper und Traumniveau" in dieser Artikelserie).

    Lockerung des Fluidals

In seltenen Fällen, so scheint es, wirkt die äußere Schutzhülle der Aura als Hindernis für den Fluidal bei seinem Bestreben sich weiter von der Physis zu entfernen. In den Träumen treten Symbole auf, die in dieser Art gedeutet werden könnten.

    aurisches Sperrnetz

"Das aurische Ei umgibt den Menschen wie eine Glocke im Abstand von ca. 70 cm (Beobachtungen von Guru Ananda).

Die Aura verfließt nicht in der Umgebung, sondern ist deutlich abgegrenzt. Die äußere Abgrenzung wird durch das sogenannte Sperrnetz gebildet. Dieses Sperrnetz ist eine ätherisch-astrale Schutzschicht, die das Eindringen fremder aurischer Elemente verhindern soll."

Guru Ananda (war aurasichtig) berichtet von der Existenz eines aurischen Sperrnetzes, das beim bewußten Durchschreiten den Eindruck erweckt, als ob sich ein Hindernis, etwa in der Art eines stärkeren Spinnengewebes, entgegenstellen würde. Das aurische Sperrnetz wurde von ihr als beigefarben und von faseriger Struktur wahrgenommen.

Ist der feinstoffliche Körper des Menschen gut entwickelt, so hebt er sich des öfteren im Schlaf immer wieder leicht ab und schwebt einige cm über dem materiellen Körper, - ein Zustand, welcher die Phantasie zu Flugträumen anregt. Manchmal hebt sich der Astral weiter ab - in diesem Fall wahrscheinlich der Astral und nicht der Ätherkörper -, und es besteht dann die Möglichkeit, daß er in Kontakt mit dem aurischen Sperrnetz gerät. Dieses wird als Hindernis für ein weiteres Abheben empfunden, was sich im Traum als

Telegraphenleitung --- Spinnennetz --- Gitter ---- dichtes Geäst in Höhe der Baumwipfel oder --- geschlossene Fensterscheiben in hohen Räumen

ausdrückt, welche ein Höher-Fliegen verhindern.

 Beispiele:

Elektrische Leitungen in Flugträumen

Muldoon meint, daß es sich hierbei um reale Leitungen handelt, die wegen ihrer Odstrahlung empfunden werden. Folgendes spricht gegen diese Annahme:

    • Die Leitungen entsprechen oft in ihrer Anordnung nicht einer technischen Realität; z.B. sehr dichte Netze von Leitungen, oder Leitungen in freier Natur.
    • Diese Symbolik scheint auch in abgewandelter Form auf, z.B. Spinnennetz, Glashaus, Seile etc.

      "Ich verließ gerade ein Haus in Stadlau, als ich zunehmend bewußter wurde. Ich besah mir aufmerksamer die Gegend, in der ich mich nun war, und fand, daß sie völlig anders war als das reale Stadlau. Nun hatte ich Interesse mein Geburtshaus zu sehen und kurz darauf war ich auch dort, besichtigte es und verglich die Räumlichkeiten mit jenen aus meiner Erinnerung. Anschließend verließ ich das Haus und erhob mich in die Luft, um möglichst schnell wieder bei meinem Ausgangsort zurück zu sein. Die Straße war jedoch von einem dichten Netz von Leitungen überspannt, so dicht, daß nicht einmal eine kleine Lücke für meinen Körper frei war. Nun wollte ich feststellen, ob ich mich bei Kontakt tatsächlich elektrisieren würde oder Funken sprühen würden, wie mir dies von einigen Freunden in Traumberichten geschildert wurde. Deshalb flog ich willentlich auf die Leitungern zu, um sie zu durchbrechen. Als Effekt spürte ich so etwas wie ein Verbrennen oder Elektrisieren, läßt sich schwer beschreiben, da es so ein Empfinden im materiellen Körper nicht gibt. Die Empfindung war jedoch identisch mit solchen, die ich bei früheren Körperaustritten hatte. In diesen hatte ich gelegentlich versucht eine Türe zu durchschreiten, wobei ich die Türe als eine mich verbrennende Fremdmaterie empfand. In diesem Traum zeigte sich als Auswirkung eine allgemeine "körperliche" Schwächung. Als ich die Leitungen durchquert hatte, gewahrte ich über mir ein weiteres dichtes Netz von Leitungen. Da ich mich ohnedies schon geschwächt fühlte, hatte ich keine Lust auf einen zweiten Versuch. So glitt ich zur Erde hinab, ohne diesmal ein Hindernis wahr zu nehmen. Unten fand ich eine taufrische, saftige Wiese vor, auf die ich mich mit dem Bauch nach unten legte, Hände und Füße von mir spreizend, um die Erdenergie voll aufnehmen zu können. Tatsächlich fühlte ich mich darauf erfrischt, so daß ich meine Wanderung fortsetzen konnte." (Bal)

      "Ich flog sehr hoch über einer weiten, öden Landschaft. Als ich noch weiter aufsteigen wollte, bemerkte ich über mir zwei einander kreuzende Seile. Obwohl viel Platz dazwischen gewesen wäre, hatte ich plötzlich das Gefühl, ich könne hier nicht durch. Ich wußte, daß wenn ich an einem der Seile ankommen würde, ich mich elektrisieren und abstürzen könnte. So beschloß ich mich wieder zur Erde zurück zu begeben. Ich fiel dann auch schneller, als mir lieb war, zur Erde herab." (DA)

      "Ich flog in der Nacht über Stadt, Park und Fluß. Es waren Drähte hoch durch die Luft gespannt, die ich übersah und an die ich anstieß. Da funkte es und ich dachte, irgendwo sei nun ein Kurzschluß." (Ma)

      "Ich träumte von Telegraphendrähten. Da erinnerte ich mich daran, daß Swami Vayuananda gerade Forschungen darüber betreibt. Ich fliege also unmittelbar an die Drähte heran und versuche ihre Struktur zu erforschen, wozu ich kräftig hineinbeiße. Die Substanz der Drähte ist kühl und wie ein Mittelding zwischen Gummi und Pudding und ich zerbeiße sie leicht. Da blitzt mir der Gedanke auf: "Das ist ja wie Ektoplasma!" und ich bin ganz zufrieden über diesen neu entdeckten Aspekt." (Ca)

Auf Grund detailierterer Beobachtungen in Zuschriften bin ich bezüglich den Träumen in welchen sich Hindernisse auftun, die dem aurischen Sperrnetz zugeschrieben werden zu folgender Überzeugung gekommen:

Bei den Träumen handelt es sich um eine spontane Dedoublierung, bei welcher der Astralkörper (ohne Ätheranteile) den physischen Körper verläßt. Hierbei hat der Astral die ätherische Umhüllung zu durchdringen. Diese kann als Hindernis empfunden werden, was in begleitenden Träumen wie in obigen Beispielen vom UBW kommentiert oder interpretiert wird. (Von Medien wird berichtet, dass Besessenheitsgeister oft behaupten, den besetzten Körper nicht verlassen zu können, weil sie von einem magnetischen Feld in diesem festgehalten werden - dies hat meines Erachtens die selbe Ursache - die ätherische Umhüllung, welche jene Geister festhält).

Bei Verlassen der Physis mit dem Ätherkörper wird das Sperrnetz nicht wahrgenommen, da es ja aus dem selben Material wie der Ätherkörper besteht.

 

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