Das helle Tor

In den Traumseiten versuche ich alle jenen, die sich aus Wissensdurst, Neugierde oder Lust am Abenteuer veranlaßt sehen, die innere Welt der Träume zu erschließen, den Schlüssel zu dieser Welt zu geben. Dies versuche ich durch einige wenige Beispiele der Symboldeutung. Für kurze Zeit spielte ich mit den Gedanken, so etwas wie ein Traumlexikon zu gestalten, um jeden, der sich dafür interessiert viel Material in die Hände zu geben. Ich habe mir hierzu auch etliche Bücher der Traumdeutung angesehen. Manche waren sogar sehr gut. Alle aber mußten an der individuellen Variabilität der Traumsymbole scheitern. Deshalb dachte ich mir: nein, ich kann es jenen Lesern der Traumseiten nicht bequem machen. Ich würde sie dadurch ungewollt betrügen. Für diese Dinge muß man ein Verständnis erwerben, durch Nachdenken und Lernen. Alles andere muß zu Mißerfolg führen. Aus diesem Grund brachte ich nur wenige Traumsymbole. Ich versuchte jedoch an diesen Symbolen zu zeigen, daß die Traumsymbole nicht einer inneren Willkür entspringen, sondern daß es hierfür gestaltende Gesetze gibt, die uns allen Menschen zu eigen sind. Erst in den weiteren Verzweigungen werden die Traumsymbole immer subjektiver.

Die Möglichkeit der Traumdeutung sind jedoch nur ein Werkzeug unter mehreren Werkzeugen, die uns gegeben sind eine relative Meisterschaft über diese innere Welt zu erlangen. Ein weiteres Werkzeug ist die Meditation. Nein, nichts Religiöses meine ich damit, auch keine ausgefeilte Technik. Eigentlich genau genommen meine ich damit meditationsartige Suggestivvorstellungen von Bewußtseinsweiterung und Helle um uns. Diese Meditation machen wir vor dem Einschlafen. Ja, wir sollen während der Meditation einschlafen und das, was wir hierbei erfühlen mit in die Traumwelt nehmen. Es ist eine gestaltende Suggestivkraft. Ich bin überzeugt, daß mancher "Meditationsmeister" bei diesen Zeilen aufschreit, und, um diese giftigen Worte auf dem Monitor loszuwerden, zur Maus greift. Nun ja, bei mir hat diese Art der Meditation seine positive Wirkung gezeigt. Für den Mut eigene Wege zu gehen wurde ich mit vielen luziden Träumen (oder Astralwanderungen, wie mans nimmt) belohnt.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien