Das Traumtagebuch

 Wie merke und notiere ich die Träume? 

Die Antwort darauf lautet: Traumtagebuch

  • Vor dem Schlafengehen sich fest vornehmen, sich jeden Traum zu merken. In den wachen Zwischenschlafphasen die vorherigen Traumbilder in das Gedächtnis einströmen lassen, mit allen Gefühlswerten. Darauf achten, daß wir die Körperlage nicht ändern, sonst vergessen wir alles. Nach dem gedanklichen Wiederholen der Träume eine kurze Zusammenfassung in drei vier Schlagworten machen, umdrehen und weiterschlafen. 
  • Ein Notizbuch zur Seite legen und am Morgen alles notieren, zunächst in Schlagworten und nach Möglichkeit mit geschlossenen Augen. Je stärker wir wach sind desto leichter vergessen wir. Später, wenn wir Zeit haben, notieren wir alles ausführlich.
  • Jeden Traum notieren, damit wir die Beobachtungsgabe und Merkfähigkeit schulen. Oberflächlichkeit reißt immer größere Lücken in unsere Erinnerungen und alles wird vage und uninteressant. Auch scheinbar unwesentliche Träume oder Traumpassagen notieren. Oft erkennen wir die Bedeutung erst retrospektiv oder in größerem Zusammenhang.
  • Jedem Traum einen Titel geben, dann findet man sich im Traumtagebuch besser zurecht. 
  • Mit gleichgesinnten Freunden etliche Träume besprechen und gemeinsam deuten. Gemeinsam finden sich mehr Ideen und alles wird spannender.

 Wo finde ich Material zum Üben meiner Symbolkenntnis? 

  • Eigene Träume 
  • Träume meiner Freunde
  • Märchen 
  • Mythen

 Wie erwerbe ich Symbolkenntnis?

Am Besten, wir legen uns eine Ringmappe an, eingeteilt nach Symbolkategorien oder alphabetisch. Zu diesen Symbolseiten können wir Träume hinzufügen, welche das zur Seite gehörende Symbol deutlich ausdrücken. Meist werden es irgendwelche Symbol-Varianten sein. Dadurch lernen wir die Ausdeutung mit immer feineren Symbolnuancierungen und erwerben uns ein zunehmendes Geschick im Ausdeuten. Eine weitere Empfehlung: viele Bilder, etwa aus Illustrierten, in das Traumbuch hineinverweben. Das regt die Phantasie beim Nachdenken über die Symbole an. Unser UBW denkt in Bildern - dem sollten wir entgegen kommen. Viele Symbole sind persönliche Symbole und diese können nur durch Beobachtung, Assoziation und Nachdenken entschlüsselt werden. Hier finden sich weder Beispiele aus meinem persönlichen Bereich als Vergleich, noch solche aus der Literatur. Obwohl die persönlichen Symbole den Hauptteil der Sprache des UBW bestreiten, bleiben sie hier unerwähnt.

 Sollen alle Träume symbolisch ausgedeutet werden?

Es gibt Träume, die uns wertvolle Erkenntnis einbringen können, Gefühle und Weisheiten, die wir unmittelbar aufnehmen und uns einprägen mögen. Durch symbolische Ausdeutung würde der unmittelbare Eindruck verloren gehen und wir würden viel verlieren. Solche Träume sind: Liebevolle Begegnungen. In solchen Träumen bricht oft eine derart starke Gefühlstiefe auf und eine Liebe und innere Öffnung von einer oft bisher nie gekannten Stärke, dass sich für uns geradezu eine neue Dimension der Gefühle öffnet. Dies sollen wir dankbar annehmen und durch Erinnern und Vorstellen immer wieder neu beleben, so gut als möglich, um durch dieses Geschenk innerlich wachsen zu können. Es wäre falsch, dieses Geschenk, wo immer es herkommen möge, durch Analysen zu zerstören. Besser ist es die Begegnung als Begegnung zu belassen und das, was uns gegeben wurde, im Herzen zu belassen. Lebensträume - das sind Träume, in denen wir ein "fremdes Schicksal" erleben. Es ist in diesem Fall ein wesentlicher Lebensabschnitt oder der Großteil eines kompletten Lebens in seinen wichtigsten Abschnitten. Solche Träume vermitteln uns eine oft fremde Sehensweise der Dinge und Begegnungen. Sie vermitteln uns das Leid von Trennungen und Verlust. Oft treten Sichtweisen aus sozial und kulturell fremden Bevölkerungsschichten auf. Wir können daraus Belehrungen empfangen, die uns unser eigenes Leben, mangels der Situationen nie geben könnte. Genau genommen haben wir durch solch einen Traum ein Stück fremder Lebenserfahrung als Geschenk bekommen, eine zusätzliche Lebenserfahrung an der wir in Bezug auf Verständnis und Reife wachsen können.

 Struktur des Traumtagebuches

  • Datum:
  • TraumTitel:
  • Inhalt in Schlagworten:
  • Wichtige Symbole: -> Sich wiederholende Thematik ja/nein/->Bezug zu Tagesereignissen ja/nein/-> Bezug zu Problemen ja/nein
  • Erzählung des Traumes und Deutung

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien