Die Kundalini als innerer Lehrer

Viele glauben/ten ursprünglich, dass man durch Übungen die Kundalini empor steigen lässt, von Chakra zu Chakra. Oben angelangt macht es Klick und man ist erleuchtet. So einfach ist es (zum Glück) nicht, denn sich entfalten, dem vielfältigem, großem und alles durchseelendem All-Bewusstsein entgegen zu streben, bedeutet auch innerlich zu reifen und zu lernen. Die Kundalini ist Energie. Sie ist nicht Erleuchtung, selbst dann nicht, wenn wir uns von Licht eingehüllt wahrnehmen. Eine Lichtwahrnehmung mag Sekunden oder Minuten andauern und der Zustand mag "Erleuchtung genannt werden - für diese kurze Zeit. Auf das Leben bezogen ist man deshalb noch lange nicht erleuchtet.

Durch die Kundalini können wir uns öffnen und das Leben um uns direkter und in einem Prozess der Identifikation erleben. Die Kundalini lehrt uns das Schöne, aber auch unsere Schattenseiten zu sehen und sie zu akzeptieren. Sie lehrt, mahnt, zwingt uns die Fehler zu korrigieren. Sie bringt Licht in die Dämmerung unserer Seele. In diesem Licht ist es möglich sich dem göttlichen Prinzip zu nähern. Für jeden Schritt, den wir tun, kommt uns das göttliche All-Bewusstsein drei Schritte näher. Wenn wir bereit sind, können wir auch die Nähe der göttlichen Allkraft erspüren, ja sogar wahrnehmen - als die Göttin in Gestalt unserer Shakti oder als männliche spirituelle Führung.

Die Auswirkung der Kundalini auf die Chakras.

        Die Kundalini lehrt uns auf unterschiedliche Art.

        Krankheiten
    Gleich vorweg: die Kundalini verursacht nicht die körperlichen oder psychischen Störungen, sondern sie verstärkt sie. Sie ist eine starke innere Kraft, die sich vielleicht über placebo oder nocebo Wirkungen manifestieren kann oder auf andere Art.

    Solange jemand nicht in der Lage ist nach innen zu hören, um zu erkennen wie die Energien fließen, wo sie stocken und was sie zum Stocken bringt, lehrt die Kundalini auf äußere Art, nämlich über den Körper - die Menschen werden krank und bleiben das so lange, bis die innere Fehlhaltung korrigiert ist. Die Krankheit existiert chronisch weiter und vermutlich liegt es an einer Fehlhaltung in der Lebensweise oder in der Psyche, die sich psychosomatisch auf den Körper auswirkt.

    Krankheiten, die durch die Kundalini verursacht werden, sind eigenartig. Solche Krankheiten kennt man aus dem afrikanischen und eurasiatischen Schamanentum: der Mensch leidet unter einer körperlichen Störung, die kein Arzt in der Lage ist zu heilen. Sobald die von den "Ahnen Erwählten" den Weg des Schamanentums gegangen waren, waren sie von einem Tag auf den anderen geheilt, obwohl sie schon durch Jahre an der Krankheit gelitten hatten. Diese Menschen sind nach dem Glauben jener Schamenentraditionen von den Ahnen gezwungen worden den Schamanenweg zu gehen. Sind sie Schamanen geworden, so waren sie augenblicklich geheilt. Haben sie sich geweigert, so hatte sich die Krankheit immer mehr gesteigert, mitunter bis zum Tod. So wurde es in jenen Völkern geglaubt und hat es sich auch oft und oft bewiesen. Natürlich ging jeder von ihnen zuerst zum Arzt und versuchte alles Mögliche. Der innere Weg jedoch ordnete alles neu; das Leben und auch die inneren Kräfte.

        Auswirkung über die Psyche
    Hier gilt alles, was über die chronischen Krankheiten des Körpers geschrieben wurde. Depressionen sind sehr häufig. Ein vernüftiger Mensch wird jedoch immer zuerst den Arzt aufsuchen und erst dann, wenn alle Mittel nicht helfen nach Alternativen suchen.

        Nach innen Lauschen
    Durch ein nach innen Lauschen bekommt man ein Gespür für die inneren Geschehnisse. Ab nun geht es steil nach oben, vollkommen gleichgültig ob die betreffende Person nun Yoga praktiziert oder nicht - der Kundalini ist dies gleich. Eine innere Harmonie und Ausgeglichenheit ist bald erreicht.

        Innere Kommunikation
    Hier läuft alles bestens. Wenn irgend etwas nicht klappt, wird eine Frage nach innen gerichtet und es erfolgt sofort eine Antwort mit dem Hinweis, was zu ändern wäre oder wie weiter vorgegangen werden soll. Wer diese innere Antwort gibt ist allerdings in den meisten Fällen nicht geklärt. Die Botschaft kommt von innen, wer oder was die Botschaft weiter gibt lässt sich zumindest im Alltag nicht erkennen. In Trance ist eine Zuordnung leichter möglich, wenngleich Zweifel an der Interpretation durchaus legal sind und auch gesund, weil sie den Menschen für Neues offen lassen und nicht in eingefahrene Bahnen zwingt.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien