Die Loslösung des Ätherkörpers

Was uns hier im Speziellen interessiert, ist das bewusste Verlassen unseres materiellen Körpers durch eine Lostrennung des Ätherkörpers. Oft geschieht das unbewusst und oft werden wir uns erst mitten im Geschehen des Vorganges gewahr.

Die Lostrennung kann auf verschiedene Art erfolgen. Die wichtigsten Arten sind "Abhebung" und "Austritt" aus dem materiellen Körper.

Die Hauptvoraussetzung, dass der Prozess einer Loslösung des Subtilkörpers zustande kommt, ist eine tiefe Entspannung oder ein ekstatischer Zustand, oft mit Übermüdung gekoppelt, wie bei manchen schamanischen Ritualen oder manchen Kirchen, welche ekstatische Zustände fördern. Im Prinzip ist den Menschen die Fähigkeit dazu angeboren, weshalb Abhebungen auch sehr oft spontan auftreten. Allerdings ist eine natürliche Entspannung vor oder nach dem Schlaf mit entsprechender Müdigkeit gekoppelt, was zur Folge hat, dass die Bewusstheit zu gering ist und die betreffende Person kaum in dem Grenzstadium zwischen Schlaf und Wachen verbleibt und gleich in den Schlaf versinkt. Eben aus diesem Grunde kommen spontane Abhebungen vor dem Einschlafen am Abend kaum vor (Müdigkeit zu groß), häufiger jedoch an einem späten Morgen. Besonders günstig ist etwa ein Wochenende mit längerem Schlaf, wenn zwischen Wachen u. Schlafen gependelt wird und eine Restwachheit verbleibt, weil man schon ausgeschlafen ist. Ähnliche Gegebenheiten treffen auch bei einem Mittagsschläfchen zu, weshalb hierbe OBEs je nach Veranlagung immer wieder vorkommen.

Die Fähigkeit zu einer tiefen Entspannung ist bei jungen Menschen besser gegeben als bei älteren (bessere Muskelentspannung, tieferer Blutdruck).

 Voraussetzungen:

  • Tiefe Entspannung 
  • Genügend langes Verweilen im Grenzstadium zw. Wachen u. Schlafen. 
  • Genügend Aufmerksamkeit, um ein Abdriften ins Fabulieren u. Träumen zu vermeiden Förderlich: 
  • Niederer Blutdruck 
  • Liegen (eventuell am Rücken)
  • Erwartungshaltung

 Abhebung

Das Wort "Abhebung" wurde deshalb gewählt, weil es eine allmähliche und sanfte Lostrennung vom physischen Körper bezeichnen soll. Bei diesem Vorgang schwebt in den meisten Fällen der feinstoffliche Körper nach oben. Die Lostrennung kann auch seitlich erfolgen oder durch ein nach unten Gleiten (durch das Bett hindurch). Meistens ereignen sich diese Geschehnisse spontan.

Häufig erleben Menschen eine solche Form der Loslösung im Schlaf oder Halbschlaf, wobei die meisten mangels Information die Situation nicht zu deuten wissen.

 

 

Die Loslösung des feinstofflichen Körpers geschieht bei der Abhebung mehr oder weniger passiv und von selbst. Nur die Tiefentspannung, welche für einen bewusst durchgeführten Prozess Voraussetzung ist, wird aktiv eingeleitet. Der daraufhin folgende "passive" Teil des Vorganges besitzt als aktive Komponente lediglich ein aufmerksames Beobachten (notwendig, um die erforderliche Wachheit zu garantieren, sonst schläft man ein).

Zahlreichen Berichten (und Eigenbeobachtungen) zufolge ist der bei der "Abhebung" sich bildende Zweitkörper mit der Physis durch ein Kabel verbunden, der sogenannten Silberschnur. Diese ist links in den Abbildungen zu sehen. Die Silberschnur kann an verschiedenen Körperstellen andocken.

Typische Kennzeichen einer Abhebung

Der Prozess der Abhebung hat sowohl in seinem Vorstadium als auch während des Prozesses ganz typische Kennzeichen. Auch nach der Lostrennung unterscheidet sich das Erlebte von Astralwanderungen oder luziden Träumen.

Typische Symptome die vor, bei und nach einer Abhebung auftreten:

  • Emporschweben 
  • Fallen 
  • Schaukeln 
  • gelegentlich ein Rotieren 
  • Windempfindungen (manchmal, wenn sich der Prozess in eine Astralwanderung fortsetzt) 
  • Im Raum schweben oder Stehen 
  • Sehen: Schwärze oder die "reale Umgebung" 
  • Klares Empfinden von Objekten im Raum (sofern sie nicht gesehen werden)

Ausgangsstadien in welchen es zu Abhebungen kommt

  • Spontan: Am frühen Morgen im Bett/Bei einem Mittagsschläfchen
  • Willentlich eingeleitet: Tiefentspannung/Trance/Autohypnose
  • In der Narkose (in der Äthernarkose, jetzt nicht mehr üblich)

 Theosophisches Erklärungsmodell

Okkultismus und Theosophie erklären den Vorgang folgendermaßen: Es kommt zu einer Lockerung der Bindung zwischen dem feinstofflichem Körper und dem materiellen Körper. Diese Lockerung kann durch mechanische Vorgänge hervorgerufen werden, wie durch Vibrationen, langsame Schwingungen und Wellen des Ätherkörpers.

Bei der Lockerung löst sich der Ätherkörper nur wenige cm bis zu einer Handbreit vom materiellen Körper.

Im Zustand tiefer Entspannung schwebt der feinstoffliche Körper oft unter Schaukelbewegungen senkrecht in die Höhe, wobei er hin und wieder herab fällt (Fallträume) und dann wieder aufsteigt.

4 Phasen:

Fluidale Lockerung

Fluidal hebt sich und fällt (immer wieder)

Fluidal schaukelt

Fluidal beginnt seine Exkursionen

Rotieren als eine Sonderform, die gelegentlich vorkommt

Gelegentlich kommt es vor, dass man das Empfinden hat empor zu schweben, wobei man sich um eine Achse dreht, die an verschiedenen Körperstellen des materiellen Körpers sich befinden kann. Vornehmlich befindet sich die Achse am Kopf (Stirnbereich) oder der Mitte der Brust. Vorstellbar wäre noch eine Achse im Bauch (etwa Nabel).

Bild von Sten Oomen, "Door het Raam"

"Vom Wind" getragen werden

Bei dem "Fahrtwind" handelt es sich anscheinend um eine Bewegung der Fluidalsubstanz entlang der Körperoberfläche. Es ist eine Dynamik des Energiekörpers, der in Bewegung ist, wie man es von Kundaliniphänomenen her kennt. Ähnliches wird auch bisweilen bei der "Herabkunft des Geistes" beschrieben, wobei dann der "Wind" vom Scheitel her den Körper herab fließt.

 Träume, welche anscheinend auf unbewusste Abhebungen im Schlaf zurück zu führen sind

Erfolgt die Abhebung im Schlaf, so erleben wir zwar die Lostrennung nicht bewusst, können uns jedoch an Traumszenen erinnern, welche die typischen Stadien der Loslösung interpretieren. Den Lostrennungsprozess empfinden wir als ein Leichterwerden und Emporschweben. Während des Geschehens gibt es ein ständiges Auf und Ab und ein seitliches Hin- und Herschaukeln.

Abhebungsstadien und ihre Traumsymbole

    • Vibrieren: wird im Schlaf kaum wahrgenommen
    • Fallträume: Der Fluidalkörper hebt sich einige cm ab und fällt immer wieder in den physischen Körper zurück, was bisweilen ein schreckhaftes Aufwachen zur Folge hat.
    • Aufzugträume: Der Fluidalkörper schwebt ein Stück senkrecht empor, rutscht aber zumeist immer wieder ein Stück zurück, jedoch nicht so schnell wie bei den Fallträumen und auch nicht mehr ganz in den Körper (Physis) hinein. Es erfolgt kein schreckhaftes Aufwachen mehr.
    • Schaukelträume: Der Fluidalkörper hat sich bis zur augenblicklich maximalen Dehnung der Silberschnur abgehoben und schaukelt, von dieser festgehalten, hin und her (wie ein Luftballon an der Schnur).
    • Windträume: Nicht ganz geklärt; anscheinend ein Übergang zum Astralwandern.

Beispiele von Träumen dieser Art

Die meisten Traumerzählungen sind als Anschauungsbeispiele gedacht und können natürlich in ihrer Beziehung zur Abhebung angezweifelt werden. Dem ist nichts entgegen zu setzen. Nur in den seltensten Fällen erfolgt eine Verifikation in Form einer anschließenden, bewusst gewordenen Abhebung.

"Falltraum" Ich stehe vor dem Rohbau eines neuen Hauses. Außen herum sind Holztreppen, die wie Hühnerleitern aussehen. Ich steige hinauf. Fast oben, rutsche ich aus und falle beinahe hinunter, kann mich aber gerade noch fangen. In der selben Nacht hatte ich noch einen weiteren Traum dieser Art. Ich kletterte mit einer Katze auf dem Arm auf einer Leiter einen Baum empor. Dabei rutschte ich ebenfalls aus und fiel ein Stück hinunter.

"Rodelfahrt" In einer Rodelschale fahre ich rasend schnell bergauf und bergab. Es ist Nacht und die Umgebung ist menschenleer. Dann sehe ich ein wasserloses Teichbecken. Ich rutsche in kindlicher Freude den glitschigen Hang hinauf und hinunter.

"Wildwasserfahrt" Ich fahre auf einem Wildwasser Kajak. Die Fahrt gefällt mir sehr gut. Ich finde alles schon deshalb schön, da mir die gefährlichen Wellen auf Grund der guten Ausrüstung nichts anhaben können. Das Wasser habe ich also bezwungen, sage ich mir und versuche nun, mich mit der gleichen Technik in die Luft zu erheben. Dies ist für mich sehr anstrengend, aber es gelingt mir doch, mich einige Minuten mit dem Boot paddelnd in der Luft zu halten.

 Austritt

Die Bezeichnung "Austritt", soll erkennen lassen, dass es sich bei dem Vorgang um einen willentlichen Akt der Trennung vom Körper handelt.

Um in einem Trancezustand den Körper bewusst verlassen zu können, sind Methoden der Tiefenversenkung MIT KÖRPERGEFÜHL geeignet. Reine Bildvorstellungen, wie in der Autohypnose verwendet, sind ungeeignet. Z.B. ein Schaukeln in einem Boot, wie später als Übung angegeben, soll man sich nicht bildhaft vorstellen, sondern man soll sich in das Körpergefühl hinein leben, wobei die Bildvorstellung nur ein begleitender Aspekt von sekundärer Bedeutung ist.

Nach unseren Erfahrungen hatten die Methoden um den Vorgang Austritt höhere Erfolgschancen als jene des Wegschwebens (Abhebung). Das kann man allerdings nicht verallgemeinern, weil es auf diesem Gebiet sehr große individuelle Unterschiede gibt. Allerdings hat diese Methode auch ihre Nachteile: sie ist mit einigen Mühsalen verbunden - etwa zwischen 4 und 5 Uhr aufzustehen - und hat des weiteren den Nachteil, dass der Zustand bei den meisten Praktikanten zumeist nur kurz dauert, etwa eine halbe bis eine Minute.

Die Durchführung der Methode ist ein schwieriger Balanceakt zwischen Wachen und Schlafen. Zu diesem Balanceakt gehört auch, dass man um den Zustand einzuleiten auf ein Erleben des materiellen Körpers hinarbeitet (durch Hineinhören in den Körper, Energiekreisen et.). Das Hinübergleiten des Bewusstseins von einem Zustand in den anderen vollzieht sich unmerklich. Es ist mitunter schwierig zu erkennen, ob man das Bewusstsein bereits in den Ätherkörper verlagert hat. Leicht kommt es zu Verwechslungen der jeweiligen Körperempfindungen, was dazu führt, dass man sich mit dem physischen Körper bewegt und dadurch aus der Versenkung geworfen wird. Des weiteren darf das Bewusstsein sich nicht in Phantasien und Schauungen verlieren, da bei dieser Art des Trennungsvorganges nicht der optische Sinn aktiv sein soll, sondern der "innere Tastsinn". Das Abgleiten in spontane Vorstellungsbilder führt zu Träumereien und zum Einschlafen.

Bewegungsfreiheit

Ist uns der bewusste Trennungsvorgang einmal gelungen, so verfügt der Fluidalkörper über eine ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es gibt fließende Übergänge zwischen einer empfundenen materiell-körperlichen Schwere und einer traumartigen Leichtigkeit.

Schwere, Gewicht

Bei einem "dichten" Austritt verhält sich der Fluidalkörper ähnlich dem physischen - er hat Gewicht und Schweben ist nicht möglich. Dem Okkultismus zufolge hängt dies von der Menge der mitgeführten Fluidalsubstanz ab. Laut Literatur befindet man sich in einem Astralkörper, an welchen sich die dichtere ätherische Substanz (Fluidalsubstanz) heftet. Je nach der Menge an mitgeführter Fluidalsubstanz kann sich das Phänomen zwischen mediumistisch-dicht und traumhaft-astral verschieben. Die Zwischenstufen zwischen Ätherkörper- und Astralkörperzuständen sind gleitend.

Sehvermögen

Sehr häufig ist bei dichteren Austritten das Sehvermögen anfangs nicht vorhanden und gleicht jenem halbwachen bilderlosen Zustand, in dem man sich zuvor befindet. Nach okkulter Auffassung gibt es kein ätherisches Sehen, sondern nur ein physisches oder astrales. Ist das Bewusstsein noch nicht in den Astral verlagert und somit die Astralsinne noch nicht aktiv, so dominiert die Wahrnehmung der Schwärze des normalen visuellen Sinnes, wie er vor dem Einschlafen oder nach dem Aufwachen (bei geschlossenen Augen) üblich ist. Die meisten OBE-Praktizierenden getrauen sich dann nicht aus dem Körper zu steigen und in das schwarze Nichts zu schreiten. Ich habe diesbezüglich keine Bedenken, zumal da ich hierbei immer über ein ausgezeichnetes Raum-Tast-Vermögen verfügte.

Maximale Entfernung vom physischen Körper

Ab einer gewissen Entfernung fühlt man bisweilen einen Zug am Rücken und man wird am Weitergehen gehindert. Dies wird durch die Silberschnur verursacht, welche jedoch nur bei einem Austritt nach der Trancemethode vorzukommen scheint, jedoch nicht bei Astralreisen. Beim "Falschen Aufwachen" wird ebenfalls keine Silberschnur empfunden (oder nur sehr selten).

Nach einiger Entfernung von meinem physischen Körper fühlte ich ein Ziehen im Rücken. Ich konnte dann nicht mehr weiter und wurde bald darauf in meinen Körper zurückgezogen.

Die maximal mögliche Entfernung wird von diversen Autoren unterschiedlich angegeben. Etwa 6 Meter in einem Bericht. Für mich galten zirka 50 Meter. Es kommt häufig vor, dass bei Praktizierenden das Bewusstsein im Astralkörper dominant wird und das Fluidal sich in den Körper zurück zieht. In diesem Fall sind überhaupt keine Entfernungsbegrenzungen gesetzt.

Körpererleben, Erleben der Umwelt

Das intensiv erlebte Körpergefühl in diesem Zustand führt bei den meisten Menschen zu der Überzeugung an eine nichtphysische, transzendente Welt. Ein voll erlebbares Körpergefühl ist jedoch kein Wahrheitsbeweis für eine andere Welt. Ich glaube zwar auch an eine Transzendenz, bin jedoch der Ansicht, dass man es sich mit Wahrheitsbeweisen nicht so leicht machen sollte.

Spontane Teilloslösungen

In übermüdetem Zustand kommt es gelegentlich vor, dass man das Empfinden hat, als ob sich ein Double der Hand bewegt hätte - eine kurze Bewegung und dann ist wieder alles beim Alten. Das hat nichts mit Muskelzuckungen zu tun, der Vorgang ist viel subtiler. Sehr selten, in einem übermüdeten Zustand, kann es vorkommen, dass man mit seinem gesamten Körper ein Stückchen fortschwebt und man gleich darauf aus diesem traumartigen Zustand wieder aufwacht.

Verifikation

Bislang gibt es keine Beweise für die Existenz feinstofflicher Körper. Experimente sind überaus schwer durchzuführen, weil diese Trance-Zustände, speziell in der fremden Umgebung eines Schlaflabors, nicht verlässlich oft herbei geführt werden können. Anders ist es bei Astralreisen oder luziden Träumen, die im messbaren 28 REM-Stadium erfolgen. Durch schwache Weckeffekte kann dann ein bewusster Zustand herbeigeführt werden.

Körperaustritte als ein hypnagoges Ereignis auszulegen, ist gar zu vereinfacht. Die zwei Zustände sind zu sehr voneinander verschieden. Ich glaube nicht, dass man sich die Erklärungen derart einfach machen sollte. Zudem habe ich in meiner Korrespondenz (englischen) interessante Berichte bekommen, die ein Austreten des feinstofflichen Körpers nahe legen. In einigen wenigen Zuschriften wurde auch von Beobachtungen durch Fremdpersonen geschrieben und diversen Verifikationen unterschiedlicher Art. Ich glaube es wäre zu leicht gemacht all jene Menschen als Lügner abzutun oder ihnen eine Kritikfähigkeit abzusprechen. Ich jedenfalls hatte den Eindruck es mit ehrlichen Menschen zu tun zu haben.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien