Die schwerste Bitte - ein christliches Gebet

Dein Wille geschehe, so sprach ich stets gern,

als Not und Trübsal und Sorgen noch fern.

Dann kommen Stunden so bang und schwer,

da wollte es kaum über die Lippen o Herr.

Wenn das Herz blutet, wenn die Seele weint,

wenn der helle Tag uns wie Nacht erscheint,

dann, dann ist es mir unsagbar schwer, zu sprechen:

Dein Wille geschehe o Herr.

Und das Herz sträubt sich den Weg zu gehen,

es kann den Allmächtigen nicht verstehen.

Und es ruft wohl in all dem Schmerz und der Pein

mein Gott, mein Gott soll das Liebe sein !

Und wieder und wieder! O Vater vergib,

vergib meine Zweifel, du hast mich doch lieb?

Verzehrt sich mein Herz auch in Weh und Pein,

muss dennoch dein Weg der rechte sein.

Dein Wille geschieht zwar, wenn ich auch nicht will,

doch macht dieses Wissen das Herz mir nicht still.

Herr lehr du mich rufen von Herzensgrund,

dass ich sprech mit dem Herzen, nicht nur mit dem Mund:

DEIN WILLE GESCHEHE; NICHT WIE ICH WILL;

nur so wird es in mir allmählich still.

Herr wende mein Herz ganz ab von der Welt

und führe mich, wie es dir gefällt.

Sind auch rau die Wege und dornenvoll,

ich weiß, du führst mich dennoch wohl.

Dies soll meine tägliche Bitte sein,

dass ich nichts begegne als dich Herr allein.

Dein Wille geschehe, wenn die Sonne lacht,

dein Wille geschehe, in der Trübsalsnacht.

Dein Wille geschehe, jetzt und ewiglich,

so nimm Herz und Hände und führe mich.

Wenn ich auch das Ziel deiner Wege nicht sehe,

so weiß ich doch wohl Herr,

"DEIN WILLE geschehe"!

 

-Autor unbekannt-