Energiearten

Indische Einteilung verschiedener Energiekanäle innerhalb der Wirbelsäule

Die inneren Schichten sind feinere Kanäle für feinere Energien.

Nach den Vorstellungen des indischen Yoga ist die Kundalini in ihrer Menge stark mit dem Atem verknüpft. Es heißt, dass eine Basisenergie, aus der sich später die Kundalini durch einen inneren Prozess bildet, mit dem Atem eingenommen wird = Prana. Dieses Prana, also die Primärenergie, wird im Menschen in verschiedene Energiearten umgewandelt - das sind die fünf Pranavayus: prana, apana, samana,udana und vyana. Aus ihnen entsteht durch einen inneren Umwandlungsprozess die ätherische Energie, die man Kundalini nennt.

Auf der feinstofflichen Ebene, der die Kundalini zugehört, scheint der Unterschied zwischen Energie und Substanz zu verfließen. Das ist auch die Ursache für die sprachliche "Ungenauigkeit", die sich zeigt, wenn man einmal von "Energie" und einmal von "feinstofflich" spricht.

In Europa hat sich eine Einteilung von Kräften/feinstofflichen Substanzen eingebürgert, die sich weniger auf die Qualität bezieht, sondern auf die Dichte.

Worüber wir hier sprechen wollen ist die Energie/Substanz "Äther". Der Begriff hat nichts mit dem physikalischen Begriff "Äther" zu tun. In der weniger dichten Form befasst sich die Auraforschung mit Äther (Ätheraura) und das Interessensgebiet jener, die sich mit außerkörperlichen Phänomenen befassen (deutsche Abkürzung AKE, engl: OBE oder OOBE).

Mit einer dichteren Erscheinungsform von Äther befassen sich die Spiritiesten (Spiritualisten). Es handelt sich hierbei um Ektoplasma. Dies ist eine dem Menschen inhärente Substanz, die man wahrscheinlich dem phänomenologischen Gebiet rund um die Kundalini zuordnen kann. Diese Sichtweise findet sich vor allem in der Parapsychologie und dem Spiritismus.

Ektoplasma (Bioplasma) ist die dichteste Manifestation innerer Energien. Es kann im Zustand der Tieftrance aus verschiedenen Körperöffnungen austreten (Mund, Nase, Ohren, Brüste, Vagina) und strömt dann im langsamen Fluss (wie zäher Honig) nach unten (gehorcht der Schwerkraft). An den Rändern verdampft es - sieht aus wie flüssiger Stickstoff mit seiner Dampfabgabe.

(Für diejenigen, die in Google Fotos vom Ektoplasma suchen, sind folgende Begriffe geeignet: Ektoplasma, Teleplasma, ectoplasma, ectoplasm)

Die Chinesen nennen die Ätherenergie Chi. Im Taoismus ist man der Auffassung, dass durch sexuelle Energie (Wasser, Abdomen) in Zusammenwirkung mit Feuer (Bauch) eine neue Form von Energie entsteht (Chi), ähnlich wie die Bildung von Wasserdampf aus Wasser und Hitze. Deshalb werden Gottheiten und Buddhas in China oft mit einem dicken Bauch dargestellt, zum Zeichen dafür, dass sie über ein großes Maß an Chi Energie verfügen.

Chinesische Buddhafigur (Glücksbuddha) mit gut entwickelten und durch offene Kleidung hervorgehobenem Bauch.

In einem höheren spirituellen Yoga versucht man ätherische Energie (Fluid, Chi etc.) oder noch besser die dichtere Form (Ektoplasma) durch Durchlichtung und Aufprägung höherer Schwingungen (Liebe) in Amrita umzuwandeln. Amrita ist am besten mit „flüssigem Licht“ beschrieben. Die Umwandlung zu Amrita vollzieht sich in den Regionen der sogenannten „Tarachakras“ (Brust: Anahata Chakra bzw. Hridaya Chakra. Kopf: Stirnchakra und Somachakra).

Das Ektoplasma, das noch erdnahe (fluidale) Energie ist, wird im Anahata von der Schwingung der Liebe und dem Licht der Tara Chakras durchdrungen. Das zuvor stumpfe Ektoplasma beginnt dadurch golden aufzuleuchten.

 Amrita

Das Ektoplasma wird im indischen Yoga kaum erwähnt. Dagegen sehr wohl eine höhere Schwingungsform vom Ektoplasma, genannt "Amrita". Amrita ist goldleuchtend , flüssiger als Ektoplasma und verdampft nicht an der Oberfläche. Es ist die Substanz, die heilend ist und Wunder bewirken kann. Im Körper angereichertes Amrita ist ein Kennzeichen der Vollendung eines Yogis und ein Ziel des Kundalini Yoga beziehungsweise des taoistischen Yoga in China.

Nach der indischen Mythologie fielen bei der Erschaffung der Welt vier Tropfen Amrita auf die Erde. An diesen Stellen finden sich die heiligsten Orte Indiens, jene vier Pilgerorte, an denen das größte indische Fest, das Kumbha Mela statt findet. Zum Kumbha Mela versammeln sich Millionen Gläubige, um in den Ganges zu tauchen, dessen Wasser durch diese Amrita-Tropfen in dieser heiligen Zeit besonders reinigend sein soll. Die vier Pilgerorte heißen: Allahabad, Haridwar, Ujjain und Nashik.

Unterschiede zwischen Ektoplasma und Amrita:

 Ektoplasma:

Farbe: weiß bis dunkelgrau. Kann auch körnige Einschlüsse haben.

Geschmack: keiner

Wirkung: ist verantwortlich für zahlreiche paraphysikalische Vorgänge (Spiritismus). Kann zum Heilen verwendet werden.

Tritt an Körperöffnungen aus.

 Amrita:

Farbe: gold bis weißgold

Geschmack: angenehm süß wie Blütennektar

Wirkung: spirituelle, ekstatische Zustände,

Heilkräfte Aus dem Amrita des/der Yogis/ini (Spender) können Erscheinungskörper der Gottheiten gebildet werden.

 

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