Erscheinungen in Menschengestalt

 Menschliche und menschenähnliche Erscheinungen:

© Gauri, Regensburg

Der Mensch ist das erste Lebewesen, mit dem das Kind in Kontakt tritt. Schon vor der Geburt besteht eine wechselvolle Beziehung zur Mutter, nicht nur auf stofflicher Ebene, sondern auch emotional, durch Ton und Berührung. Der Mensch ist auch das bedeutendste Wesen, das dem Kind begegnet und entsprechend wird er auch erforscht, ergründet und zu manipulieren versucht. Jede kleinste Änderung des Ausdruckes, der Gesichtsfalten und der Haltung, an Tieren mitunter ignoriert, erhalten beim Menschen höchste Beachtung. Unendlich auch sind die Formen der Gestaltung solch menschlicher Traum-Begegnungen in der psychischen Symbolik. Es ist kaum möglich, sie in ihrer Vielfalt einzuteilen, dennoch müssen wir dies versuchen, wollen wir den Überblick nicht verlieren.

  • Charakterlicher Ausdruck: sehr oft Ausdruck einer eigenen "versteckten" Eigenschaft
  • Verwahrlost: Symb. für einen vernachlässigten Aspekt
  • Größe:
    • betonte Größe weist auf besondere Bedeutung hin.
    • Kleinwuchs bei Traumerscheinungen weist auf mangelnde Entfaltung hin.
  • Statuen: versteinerte Inhalte, entweder knapp vor der Bewußtwerdung oder an dieser gehindert.
  • Status
    • Autorität

        "Der Polizist" (hier als Symbol des Hüters der Schwelle)
        "Ich gehe in einem Haus viele Stufen und einige Stockwerke hinauf, in der Hoffnung, daß irgendetwas Großartiges mich erwarte. Dann komme ich hinauf ins letzte Stockwerk, und sehe vor mir eine schöne verzierte Tür. Sie ist einen Spalt geöffnet, und ich sehe einen großen, hell erleuchteten Saal. Ich will hinein, aber ein Polizist stellt sich mir in den Weg und weist mich wieder die Stufen hinab."

  • Alter
    • Kinder: Inhalt im Stadium der Bewußtwerdung
    • Alte Menschen: Lebenserfahrung
  • Verkleidung, Masken:
    • Faschingsball: die Verkleidung und die Masken bedeuten, daß der Inhalt noch verschleiert ist und noch keine klare Form angenommen hat.
    • Masken als Ausdruck des Verbergen wollens. Ein sich Verbergen hinter einer Maske ist nicht mehr ein Geschehen gesellschaftlicher Akzeptanz (wie der Faschingsball), sondern in ihm ist das Bestreben etwas Verbotenes zu verbergen, z.B. etwas, das gegen das moralische Empfinden des Träumenden verstößt.
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    © copyright Alfred Ballabene, Wien