Gedankenformen

 Allgemeines

Es gibt eine Reihe verschiedener Bezeichnungen für Gedankenformen: Mentalformen (Theosophie), Psychogone (Parapsychologie), Egregores (Magie).
Die Auffassungen bezüglich der Gedankenformen variieren je nach diesen sehr unterschiedlich orientierten Gruppierungen. Die Unterschiede betreffen jedoch weniger das Prinzip der Gedankenformen sondern ergeben sich aus unterschiedlichen Perspektive der Betrachtung und Anwendung.

Als "Egregores" sind Gedankenformen schon seit Jahrtausenden bekannt. Als "Gedankenformen" wurden erstmals ausführlicher von dem Theosophen Leadbeater beschrieben. Psychogon ist der jüngste Begriff.

 Beschreibung

Gedankenformen sind Eigenschöpfungen. Sie entstehen dadurch, dass Gedanken plastisch ausgestaltet werden und mit aurischem Stoff (oder ätherischem oder ektoplasmatischem Stoff - sie können also unterschiedlich manifest sein) durchtränkt werden. Gedankenformen werden somit aus feinstofflicher "Materie" modelliert (fast immer unbewußt). Da feinstoffliche Materie Lebenssubstanz ist, verfügen sie dadurch auch über ein geringes Maß an Eigenleben (agieren wie Automatismen).

 Parapsychologische Experimente

In der Parapsychologie wird der Begriff "Psychogon" verwendet. Man versteht darunter eine Mentalform, die vom Unterbewusstsein einer Einzelperson oder eines Kollektivs gesteuert wird und solcherart wie ein Lebewesen wirkt – Scheinleben. Die Erzeugung und Beobachtung der Verhaltensweise eines Psychogons wurde experimentell von einer Gruppe unter Anleitung eines Parapsychologen in Toronto (Kanada) durchgeführt. Die Ergebnisse waren sensationell und Seancen mit erstaunlichen telekinetischen Phänomenen wurden auch wiederholt im Fernsehen vor Publikum durchgeführt.
Philip war eine fiktive Persönlichkeit, die von der Gruppe der Experimentatoren konstruiert und bis ins kleinste Detail ausgebaut wurde. Es manifestierte sich in der Folge ein Wesen mit all den zugedachten Eigenschaften und einer "Erinnerung" an das konstruierte "vergangene" Leben.
Publikationen:  Iris M. Owen u. M. Sparrow: "Eine Gruppe erzeugt Philip" (Untertitel: Das Abenteuer einer kollektiven Geisterbeschwörung. Die psychische macht der Masse). Aurum Verlag, Freiburg im Breisgau, 1979

 Mentalwesen in der Magie

Egregore (oder Eggregore, männl.), Egregora (weiblich) (italienisch). Man versteht darunter eine Gedankenform die meist durch eine Gruppe, seltener durch eine Einzelperson, mental und emotional erschaffen und belebt wird. Sie verhält sich wie ein Lebewesen (Pseudoleben). Sie wird durch Rituale, Hinwendung und mit ihr verbundene Emotionen am Leben erhalten. Ein Egregor kann die Gruppe oder Einzelperson um Jahrhunderte überleben. Bisweilen wird in der Magie versucht ein jenseitiges Natur-Wesen in diese Mentalform hinein zu binden.

 Gedankenformen nach Leadbeater

Der Begriff "Gedankenformen" wurde von Charles W. Leadbeater und Annie Besant geprägt und in dem Buch "Gedankenformen" publiziert. Bei den Gedankenformen nach Leadbeater handelt es sich um Vorstadien von Psychogonen. Es sind kurzlebige, unbewusste Gebilde.

 Beispiele

Aura eines Betenden (gesehen von Ananda Ballabene). Es bilden sich aurische Wirbel, welche den engeren Aurabereich verlassen können.

Aura und aurische Gedankenformen eines Liebenden

Starke, religiöse Liebe

 

Tentakel: Gesamtansicht

Wenn die Gier des Ergreifens sehr stark ist, bildet sich diese Intention nicht nur astral in der Aura ab, sondern auch ätherisch. Die "Greifarme" können dann auch länger sein. Solche Gebilde werden "Tentakel" genannt. Folgend einige solcher Darstellungen, gesehen von Ananda Ballabene, gezeichnet von Candrapada:

 

 

 

 Gedankenkräfte, welche sich an Objekten anlagern

Sobald sich ein Gedanke und die mit ihm verbundene aurische Schwingung einem Objekt angelagert hat, ist dieser Aurateil von uns abgeschnitten und verbleibt unverändert auf dem Objekt durch lange Zeit haften. Ein Objekt wird dadurch von uns aurisch imprägniert. Aus diesem Wissen heraus werden magische Imprägnierungen, Schutzschwingungen für Räume und dergleichen bewusst und meist rituell durchgeführt.

So wie wir körperliche Duftspuren hinterlassen, die von Tieren mit verfeinertem Geruch, wie etwa Hunde, noch lange gerochen werden können, obwohl viele andere Gerüche diesen spezifischen Geruch überlagern und Wind die Duftspuren wegzutragen versucht, genauso hinterlassen wir aurische Spuren, die von uns ebenfalls nicht wahrgenommen werden können, wohl aber von jenseitigen Wesen, deren astrale Sinne feiner sind als die unseren. Durch Gedankenkraft können diese aurischen Spuren verstärkt und verfestigt werden.

 Eigene Erfahrungen (Ballabene)

Gedankenformen, die wir als Erscheinungen wahr nehmen, haben folgende Kennzeichen:
Sie besitzen keine klare Eigeninitiative und vollführen eher belanglose Handlungen. Sind eher matte Erscheinungen (so wie Leute in mäßig beleuchteten Räumen) sind also nicht so stark leuchtend und farbkräftig wie jenseitige Wesen. Solche Erscheinungen können leicht durch den eigenen Willen dominiert werden, weil sie ja nur Abspaltungen sind und über keinen ausgeprägten Eigenwillen verfügen.

Im Zustand des "falschen Aufwachens" habe ich diese Gedankenformen regelmäßig und in größerer Anzahl angetroffen. Sie bevölkern dann das Zimmer als ob eine Party ablaufen würde. Siehe dazu meine englischen und deutschen Seiten über "falsches Aufwachen".

Experimente mit einer Gedankenform - sie ließ sich verformen und kneten

Aus: "Lilith", von A. Ballabene - es handelt sich hierbei um ein reales Erlebnis, das ich hatte und welches in das Buch hinein verarbeitet wurde.:

    Ich hatte einen Kundaliniaufstieg, der mich angenehm wellenartig durchschüttelte und ziemlich lang andauerte. Im Prinzip hatte ich dies schon oft erlebt. Die Kundaliniwellen ebbten ab und wie es den Anschein hatte war ich wieder wach. Ich blieb mit geschlossenen Augen im Bett sitzen, um weiter zu meditieren. Draußen auf der Straße hörte ich vier Männer wie sie gleich einem eingeübten Chor ein slawisches Lied anstimmten. Jedes Mal jedoch, nach einigen wenigen Worten, verlor sich der gemeinsame Gesang unkoordiniert in Einzelstimmen. Es hörte sich seltsam an und ich kam zu dem Schluss, dass diese Leute betrunken sein müssten.

    Die lauten Stimmen der Männer störten meine Konzentration und da mit der Meditation ohnedies nichts mehr los war, öffnete ich die Augen. Zu meinem Erstaunen sah ich mich nicht im Übungsstuhl sondern im Bett sitzen. Meine Verblüffung wurde größer, als ich noch jemanden neben mir sah. Die Gestalt war von einer grauen, nebeligen Form ohne scharfe Konturen. Nach dem ersten Erstaunen dämmerte mir, dass ich mich nicht in der physischen sondern in einer astralen Realität befand. Ich war in einem Zustand, den man "falsches Aufwachen" nennt.

    Ich blickte genauer zur Nebelform, die teilnahmslos wie eine Puppe neben mir saß. ....

    Im nächsten Schritt berührte ich sie. Ich wusste, dass bei Berührung auf Astralebene das Erspüren des Charakters und der Art einer Persönlichkeit noch viel genauer und intensiver empfunden werden kann. Jedoch auch hierbei war die Gestalt ein lebloses Objekt, ohne jegliche Persönlichkeitsmerkmale.

    Da kam ich auf die Idee die Konsistenz der Egregora zu überprüfen und ob sie vielleicht auf Einwirkungen reagieren würde. Ich begann sie zu kneten. Es war so wie man Teig oder Plastilin knetet, lediglich mit dem Unterschied, dass es kaum eine Anstrengung kostete und die Masse keinen Widerstand bot. Die Nebelgestalt ließ sich ohne weiteres verformen.

 Weitere Informationen über Gedankenformen: Psychogone

 

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