Hell/Dunkel Symbole

  Dunkel/Hell Symbolik

Zu den ersten Eindrücken des Lebens gehört das Erlebnis von Dunkel und Hell verbunden mit einem Lebensrhytmus von Nacht und Tag. Je mehr der heranwachsende Mensch seinen Augen zur Orientierung vertraut, desto mehr gewinnt Hell und Dunkel an Bedeutung - im Hellen kann man sich orientieren und zurechtfinden (= "gut"), im Dunklen erkennt man nichts, ist von Undefinierbarem, Nicht-Einzuordnendem umgeben (= "böse").

© Gauri, Regensburg

Deshalb ist in der Symbolik das, was erkannt wird, was bewußt ist, sowohl mit der Möglichkeit des Erschauens als auch mit dem Licht verbunden. Das Dunkle verbindet sich mit den dem Licht gegenteiligen Aspekten. Natürlich ist auch alles, was nicht gesehen werden kann und aus dem Verborgenen agiert, im Prinzip eine potentielle Gefahr. Unsere Sprache, die ja auch Ausdruck unserer Empfindungen ist, enthält viele Sprachelemente, welche auf die Dunkel/Hell-Symbolik zurückgreifen: "Licht in eine Sache bringen", "dunkle Machenschaften", "sein Gesicht hellt sich auf", "eine finstere Miene machen", "dunkle Geschäfte", "etwas ans Tageslicht bringen" etc.. Der emotionelle Aspekt ist in diesen Redewendungen deutlich zu erkennen.   
 

hell

bewußt

oben

vorne

vertraut

dunkel

unbewußt

unten

hinten

bedrohlich


Die Elemente fügen sich auf Grund ihrer Eigenschaften nahtlos in die Dunkel/Hell bzw. Unten/Oben Symbolik ein. Nur zum besseren Überblick werden sie hier in einer Tabelle zusammengefaßt.
 

Feuer/Licht: erhellend gewichtslos
Luft: durchsichtig leicht
Wasser: trüb bis durchsichtig leichter als Erde
Erde: undurchsichtig, dunkel schwer

 

 Farbe im Farblosen kann eine ähnliche Bedeutung haben wie das Helle im Dunklen. Jenes Element, das betont werden soll, sticht immer in seiner Farbe hervor.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien