Hohe Astralebenen

 Je höher die Ebenen sind, desto stärker kommt zum Ausdruck, dass alles, was "äußerlich" gesehen wird, ein Produkt der eigenen Phantasie ist - auch dann, wenn andere daran teilhaben können. Die Farben werden immer leuchtender und alles herum verliert seine Starrheit, ändert sich mitunter fließend und beginnt in direkter oder indirekter Weise mit dem Betrachter zu kommunizieren (z.B. sprechende Fresken bei meinen Kirchenbesuchen). Wenn man mehr und mehr mit diesen Ebenen vertraut wird, gewinnt man den Eindruck, dass alles was einen umgibt, Kreationen von Gedanken sind. Deshalb wurden diese Ebenen von den Theosophen Gedankenebenen (Mentalebenen) genannt.

Der nächste Schritt ergibt sich von selbst: so schön diese Illusionen auch sein mögen, man muss sich von ihnen trennen, um zu einer unmittelbaren Einheit mit dem Allbewusstsein zu gelangen - oder wie immer wir den höchsten formlosen Zustand beschreiben wollen.

Die pastellfarbenen Wolken (eigenes Erlebnis)

Als ich zum Himmel empor blickte, war dieser von Wolkenschleiern in den schönsten Pastellfarben bedeckt. Als ich verzückt dieses Farbenkunstwerk betrachtete, bildete sich aus einer Wolkenformation das Antlitz Christi.

"Besuch in der Sphäre mit dem bunten Wasser"  (S., ein Bekannter von mir)
Eines der beeindruckendsten Erlebnisse, an die ich mich erinnern kann, war ein kurzer Ausflug in eine Sphäre von unbeschreiblicher Schönheit.

Gemeinsam mit einem Begleiter bewegte ich mich durch eine Gegend, die mir im Irdischen wohlbekannt ist. Wir kamen an eine Stelle die immer eine besondere Faszination auf mich ausübte. Hier befand sich eine kleine Böschung, über die wir hinwegstiegen ...

Eine rasende Verwandlung spielte sich um uns ab. Es war ein ähnliches Gefühl wie in einem Strudel, und während sich alles um uns veränderte, schritten wir in eine Szene von unbeschreiblicher Schönheit. Wir befanden uns am Strande eines kleinen Flusses. Uns gegenüber stiegen Felsen empor. Wir waren umringt von eigenartigen Blumen. Doch welche Schönheit und bezaubernde Vielfalt unsere Umgebung aufwies, wie lässt sich das beschreiben!

Zuerst blickte ich fasziniert auf den Himmel. Dieser lag wie in farbigen Bahnen vom Horizont aufsteigend in den zartesten Tönen von unbeschreiblicher Leuchtkraft. Zartestes Lila, rosa Töne und Farben, welche ich noch nie gesehen hatte, strahlten, eine Farbe über der anderen sich langsam vom Horizont erhebend.

Doch womit soll ich weiterfahren! Der Fels vor uns war ein leuchtendes Meer, ein einziges Farbspiel. Der Sandstrand, auf dem wir standen, war wie aus Gold und feinsten Edelmetallen, doch von einer strahlenden Wärme. Und das Wasser! Der Fluss der hier vorbeifloss lässt sich mit keinem irdischen vergleichen. In ihm spielten Muster, wie es die schönsten irdischen Mosaike nicht kennen, in strahlenden Farben. Diese Muster durchdrangen das ganze Wasser, ähnelten geometrischen Formen und blieben lange bestehen, während sie sich langsam im Fließen wandelten. Ich griff in dieses Wasser durch die Formen hindurch und schöpfte, als es mir mein Begleiter bedeutete, eine Handvoll von dem Wasser aus dem Fluss. Glitzernd und in allen Farben spielend, goss es sich wieder zurück, wobei es langsam mit den Formen wieder verschmolz. Schon an diesem Wasser konnte ich mich nicht satt sehen, doch als ich die Blumen sah, geriet ich noch weit mehr ins Staunen.

Auf einem langen, feinen Stängel wie aus Gold mit zarten gedrehten Blättern, die wie feinste ziselierte Arbeit wirkten, stand direkt neben mir eine hohe Blüte, die am ehesten, wenn sich überhaupt ein Vergleich finden lässt, sich mit der königlichsten aller königlichen Lilien vergleichen lässt. Ihre Blüte glitzerte, funkelte, sprühte in allen nur erdenklichen Farben, wobei Purpur, Gold und ein leuchtendes Gelb überwogen. Diese Blume atmete eine solche Majestät aus, dass ich vor ihr in Staunen niedersank.

Ein Vogel, bunt wie ein Schmetterling, flatterte vorbei. Im Flug berührte er kurz die Wasseroberfläche und verwandelte so wie im Spiel die Muster des Wassers. Er ließ sich auf der Blüte nieder - so, als wollte er den Nektar trinken. Doch es war hier einfach soviel Schönheit und Glanz, dass ich es gar nicht auf einmal erfassen konnte.

In einem unbeschreiblichen Glücksgefühl bewegten wir uns, mein Begleiter und ich, in dieser Landschaft, bis er endlich mir bedeutete, wir müssten zurück. Denn die Rückkehr wird mit jeder Minute schwieriger und anstrengender. Ich sah dies ein, wollte nur ein letztes Mal alles in mich aufnehmen, und dann versuchten wir über die Böschung, die vor uns erschien, wieder zurückzukehren. Weit im Hintergrund erblickte ich die irdische Landschaft. Ich wunderte mich, wie fahl, leblos und unsubstantiell sie mir erschien in einem trüben, farblosen Licht. Wir versuchten, die Schwelle zu überschreiten, doch wir mussten mehrere anstrengende Versuche unternehmen, bis wir endlich wieder in die irdische Landschaft zurückkehrten.

"In einer Kirche" (eigene Erfahrung)
Ich ging die Straße entlang mit dem inneren Wunsch Guru Ananda aufzusuchen. Unterwegs traf ich Yogi A.. Wir gingen ein paar Schritte zusammen, da gewahrte ich auf der linken Seite den Eingang zu einer Kirche. Da ich Kirchen immer sehr interessant und schön finde und ich speziell, wenn ich solche bei Astralwanderungen aufsuchte,  den ganzen Tag ein Gefühl von Glück und Religiosität in mir trug, bat ich A. mit mir die Kirche aufzusuchen. Wir traten ein und wie war ich nach dem eher bescheidenen wirkenden Eingangstor überrascht, nun ein derart herrliches Kirchenschiff zu sehen! Bei heller Beleuchtung boten wunderbare Mosaike aus Perlmutter, Korallen und rosaroten Muscheln einen derart bezaubernden Anblick, dass ich nicht wusste wo ich zuerst hinblicken sollte. Die Mosaike waren wie Gemälde und nur bei nahem Hinsehen waren Fugen zu erkennen und mitten in den Mosaiken, von diesen umrahmt, waren Seitenaltäre mit wundervollen Plastiken aus demselben Material. Ich staunte und schaute, vergaß auf das Beten, machte nicht einmal ein Kreuz, und vergaß auch auf A..

Langsam wanderte ich die Kirche entlang. Eine jede Handbreit dieser Kirche war ein Kunstwerk; auch das Gewölbe aus weißem Stein mit schöner, reliefartiger Musterung. Ich gelangte zu einer ca. 50 cm großen Christusstatue. Christus war nicht gekreuzigt, sondern stand aufrecht und er schien sich auch zu bewegen, wenngleich nicht, sobald ich hinblickte. Aber das verwunderte mich nicht, denn die ganze Kirche strahlte gleichsam Leben aus. Sie war nicht toter Stein, sondern eher wie ein Organismus, lebendig gewordene Schönheit.

Weitere Literatur zu diesem Thema:

Die Schicksalsbücher -ein jenseitiger Entwicklungsweg

Autor: Alfred Ballabene
ISBN 3-901 975-32-2
Verlag: SOLARIS Spirituelle Edition, Wien

In der Tempelstadt -ein jenseitiger Entwicklungsweg

Autor: Alfred Ballabene
ISBN 978-3-901975-33-2
Verlag: SOLARIS Spirituelle Edition, Wien

 

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