Jenseitige Gemeinschaften und Orden

Im Jenseits setzt sich das soziale Zusammenwirken der Menschen in komplexen Organisationen fort, so wie die Menschen es mit steigernder Zivilisation allmählich in der irdischen Welt erlernt haben. Der Abbau des Egoismus zugunsten von Idealismus mit sozialem Engagement scheint der Sinn einer Reinkarnation hier auf Erden zu sein. Nur wird das auf Erden nicht erkannt. Sehr wohl jedoch im Jenseits. Dort sind karitative Tätigkeiten das Hauptanliegen der Tätigkeiten und der Ausbildung hierzu. Die diversen Orginisationen sind sehr vielfältig. Oft sind sie eine Fortsetzung und Ausweitung von karitativen oder kirchlichen Organisationen, die es bereits auf Erden gibt.

Einige der markantesten Strukturen: 

  • Heiler mit "Spitäler" und Sanatorien zur Heilung psychischer Fixierungen 
  • Religiöse Gemeinschaften 
  • Helfer Orden

Dass die sozialen und spirituellen Helfer sich in Gemeinschaften gliedern erfolgt aus einer Logik: 

  • Koordination der Aktionen und Aufgabenteilung 
  • Weitergabe an Wissen und Erfahrung an neue Mitglieder, welche mithelfen wollen.

Was veranlasst Verstorbene einer Gemeinschaft beizutreten?

Werbung im irdischen Sinne ist zumeist nicht nötig. Die Jenseitswanderer schließen sich Gemeinschaften aus verschiedensten Motivationen heraus von selbst an:

Aus der unmittelbaren Erfahrung eigenen Leides und der Erlösung durch die Hilfe anderer: Die meisten, denen in großer Schwierigkeit geholfen wurde, empfinden Dankbarkeit und Mitgefühl für andere Leidende und möchten gerne auch andern helfen. Zu ihrem großen Erstaunen stellen viele oft fest, dass das Leid aus einer inneren Vorstellung heraus erfolgte und nicht durch eine äußere jenseitig-göttliche Gerichtsbarkeit. Das ganze Leid war sozusagen umsonst und hätte man sich ersparen können, hätte man nur gewusst, dass es aus "Einbildung" resultierte. Dieses "unnötige" Leid möchte man anderen ersparen, sei es, dass man sie über die psychischen Mechanismen aufklärt oder sei es, dass man ihnen mit Tricks oder "Ablass", die "Sünden" erlässt und dadurch die Schuldgefühle und den Hang zur Selbstbestrafung auflöst.

 Suche nach Kontakt und Flucht aus der Einsamkeit: Der Mensch ist ein soziales Wesen mit Sehnsucht nach Kontakt und Ansprache. Ein abgesondert sein wird im Allgemeinen eher als Strafe empfunden. Dies gilt umso mehr im Jenseits, wo Gedanken und Gefühle durch direkte Übertragung unmittelbar von anderen Menschen erfahren werden können. In der ersten Phase im Jenseits, in welcher die Gedanken unrein und unkontrolliert sind, da schämen sich die meisten darob. Sie ziehen sich dann in Winkel, Höhlen oder Behausungen zurück und leben dort in Einsamkeit, weil sie es als Schande empfinden, wenn ihre wahre Wesensart derart offen zu erkennen ist. Es muss zuerst die überhöhte Selbsteinschätzung fallen, bis man fähig ist sich mit all seinen Schwächen offen zu zeigen. Dann erfolgt die Erkenntnis, dass man nicht nur selbst, sondern alle Menschen mit diesen Schwierigkeiten zu kämpfen haben/hatten. Dann, wenn die inneren Spannungen sich glätten, dann verschwinden auch Aggressionen, Selbstvorwürfe etc., also jene Antriebskräfte, welche die Quelle der "bösen" Gedanken sind. Endlich kann dann das Herz von Liebe und Mitgefühl erfüllt werden. Ist man jedoch einmal in den Strom der Liebe eingebettet, dann kann man von diesem Gefühl nicht genug haben, da es ja sehr schön ist. Man sucht andere mit ähnlichen Erfahrungen auf, die jenes Gefühl entgegenbringen, so dass man immer wieder von neuem in diesen schönen Zustand eintauchen kann.

 Das Streben sich in der jenseitigen Welt zurecht zu finden: Seit jeher hat sich der Mensch Erklärungsmodelle gebildet, - wie die Welt entstanden ist, wie sie beschaffen ist und wie man den Gegebenheiten durch entsprechende Rituale manipulieren kann. In den verschiedenen Epochen gab es die unterschiedlichsten Rezepte, um Sicherheit und Geborgenheit im Leben zu finden.

Für viele in unserer Jetztzeit erfolgt durch die unverhoffte Erfahrung, dass das Leben nicht mit dem Tod endet, im Jenseits ein Paradigmenwechsel, wobei die Emotionen umso stärker sind, je stärker der Glaube an den Materialismus war. Diese Menschen möchten jetzt mehr über das Wesen vom Leben und der Schöpfung wissen und schließen sich religiösen und spirituellen Gruppen an, von denen sie den Eindruck haben, dass diese kompetent wären. Allerdings herrscht speziell auf erdnahen Ebenen diesbezüglich oft größte Verwirrung. Es wimmelt von "Sekten" und "Wissenden" welche ihre eigenen Erklärungsmodelle öffentlich predigen. Zu den Menschen, die durch einen Paradigmenwechsel eine Neuorientierung suchen, kommen auch Strenggläubige, welche sich nur noch einen kleinen Schritt vom Paradies entfernt finden, in das sie in Belohnung für ihre Missionstätigkeit gelangen würden. Hierzu ist zu sagen, dass die religiösen Theorien nicht so sehr entscheidend sind, als vielmehr das Gefühlsleben, das sich in Liebe, in Erfüllung der Religion oder im verschlossenem Besserwissen zeigt. Diejenigen, die ihre Religion auf Erden mit dem Herzen befolgt haben, können auch im Jenseits in ihrer Religion die Erfüllung finden.

Der Orden der "Schmutzigen Brüder" (eigenes Erlebnis) Sie machte keinen einladenden Eindruck auf mich, die Stadt; sie war dämmrig, die Häuser mit abfallendem Verputz, keine Lichter, hin und wieder eine Hausruine mit nachtschwarzen Fensterhöhlen. Man kann jedoch aus allem lernen und was konnte mir schon passieren? Wenn es brenzlig werden würde, könnte ich mich in Sekundenschnelle in den sicheren, materiellen Körper zurückbegeben, den ich da zu Hause, in einem wohlig warmen Schlafmantel gehüllt, zurückgelassen hatte. So machte ich unbeschwert einen kleinen Stadtrundgang. Die Straßen waren ziemlich ausgestorben, und somit war dieser Spaziergang nicht sonderlich interessant. Also suchte ich nach einem Haus, wo ich jemanden zu einem Gespräch finden könnte. Ein jedes Haus hat seine spezifische Ausstrahlung und an ihr kann man das Wesen seiner Bewohner empfinden. Manchmal wird man auch von innen her geleitet. Alsbald stand ich vor einem dreistöckigen billigen Basena-Haus. Ich öffnete das Haustor und trat ein. Basena-Haus nennt man in Wien jene Häuser der Jahrhundertwende, in welchen sich das Fließwasser am Gang befunden hatte und wo sich die Frauen regelmäßig zu Tratsch oder Streit getroffen hatten. Alles ist in diesen Häusern oft eng gebaut. Ich entschloss mich, den Wendelgang der steinernen Stiege empor zu gehen. Auf halbem Weg zum ersten Stock begegnete mir ein Mönch. Ich war überrascht über diese unvermutete Begegnung und er offenbar auch. Wir waren uns sympathisch. Der Mönch trug ein dunkles Kapuzengewand ähnlich dem der Franziskaner, jedoch in dunkelgrau. Da ich ihm anscheinend auch sympathisch war, sagte er mir, um meinem Erstaunen über seine Anwesenheit zu begegnen kameradschaftlich zu mir: "Ich gehöre zum Orden der ,Schmutzigen Brüder', und wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Seelen hier zu trösten und ihnen zu einer aufgeschlossenen Einstellung zu verhelfen, zu Hoffnung und Gottesglauben." "Wir nennen uns deshalb 'Schmutzige Brüder'," sagte er auf meine stumme Frage, "um dadurch zu jenen Seelen leichter Zugang zu finden, die sich unrein und ausgestoßen fühlen. Sie betrachten uns dadurch als Schicksalsgenossen und sind dann bereitwilliger und zugänglicher." Ich fand die Idee ganz großartig, wurde jedoch wenige Augenblicke später in meinen Körper zurückgezogen. Leider hören Astralwanderungen oft gerade dann, wenn sie besonders spannend werden, auf. Vielleicht wird durch die Erregung das Gehirn zu aktiv und man fällt aus dem erforderlichen Tiefenzustand.

Ein kurzer Besuch (eigenes Erlebnis) Ich ging ein Stück mit Guru Ananda den Gang entlang. Beide schwiegen wir in gutem Einvernehmen. Guru Ananda betrat einen Raum, um eine Yogastunde zu halten. Meine Stunde war in einem Nachbarraum. Ich betrat den Raum und dort wartete schon eine Gruppe von ca. 5 Leuten. Sie saßen um einen Tisch und waren mir alle unbekannt. Durch diese Situation steigerte sich auf einmal meine Bewusstheit und meine Wahrnehmung wurde sehr plastisch und absolut lebensnahe. Ich betrachtete sie einzeln, eine(n) nach dem anderen. Sie blickten mich freundlich an und waren mir alle sehr sympathisch. Ich ging zu ihnen und setzte mich zu ihnen auf die Bank. Neben mir saß ein ca. 8 jähriges Kind. Ich streichelte es am Kopf, und stellte mich der Gruppe als Vayu vor, in der Erwartung, dass jeder mir nun seinen Namen nennen würde. Es kam jedoch nicht dazu, denn in diesem Augenblick wachte ich auf.

Gemeinschaft aller Religionen (eigenes Erlebnis) Ich betrat eine große Halle. An den Wänden saßen Mönche in verschiedenen Ornaten; Yogis, Zen-Mönche usw. Ich war über die Toleranz und Freiheit in diesem Kloster sehr angetan und dachte mir, dass alle durch den Austausch ihrer oft alten Traditionen voneinander sehr viel lernen könnten. Dann besuchte ich in einem Nebenraum einen Roshi, der diesem Kloster vorstand. Er nahm eine Kerze, schuf die Illusion, dass sie wesentlich größer wäre und warf sie an die Wand. Von der Wand fiel relativ wenig Wachs, etwa in der Menge einer kleinen Kerze. Der Roshi schaute mich fragend an. Ich sagte: "aus nichts wird nichts". Der Roshi war mit der Antwort zufrieden und nickte."

Jenseitige Interessenskonflikte

Der Kampf um die Zukunft der Menschheit, sowohl zivilisatorisch als auch biologisch spaltet jenseitige Hierarchien in mindestens zwei Lager. Eine Teilung in gut und böse, spirituell und dämonisch ist eine sicher zu große Simplifizierung. Es geht da um mehr als um religiöse Anschauungen, es geht um die Zukunft: 

  • Sollen die Menschen gefühlsarme Wesen mit hohem Intellekt werden, um unbeeinflusst durch Emotionen besser der Vernunft gehorchen zu können? 
  • Sollen die Menschen ihre Gefühle entwickeln, um durch Warmherzigkeit und Verständnis eine besseres soziales Zusammenleben zu ermöglichen?

Es sind zwei unterschiedliche Strategien einer "besseren" Zukunft.

Weitere Literatur zu den Tätigkeiten jenseitiger Helfer:

 

Die Schicksalsbücher Ein jenseitiger Entwicklungsweg

Autor: Alfred Ballabene ISBN 3-901 975-32-2.

Verlag: SOLARIS Spirituelle Edition, Wien

In der Tempelstadt - ein jenseitiger Entwicklungsweg. 

Autor: Alfred Ballabene ISBN 978-3-901975-33-2

Verlag: SOLARIS Spirituelle Edition, Wien

 

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