Lichtmeditationen und die Wirkung der Farben

Bitte im Vergleich zu den Aurafarben beachten: Farbe ist nicht gleich Farbe – es ist das selbe Wort, etwa rot, und in einer Druckversion schauen unterschiedliche Schwingungsniveaus ebenfalls gleich aus – in der Qualität und somit in der Wirkung ist jedoch ein großer Unterschied.

 Folgendes ist bei den Aurafarben zu beachten:

    • Leuchtkraft
    • Bewegungsdynamik
    • Beimengungen (etwa goldene Lichtpünktchen)

Im Detail zu den drei Punkten:

Leuchtkraft: Auf niederem Niveau sind die Farben schmierige Erdfarben. Auf hohem Niveau sind es strahlende Farben, ähnlich jenen des Regenbogens.

Bewegungsdynamik: Auf niederem Energie-Niveau sind die feinstofflichen Farbausdünstungen träge und eng am Körper anliegend. Auf hohem Energieniveau weitet sich die Aura aus und hat in sich Turbulenzen, die wie kleine Wolken oder Spiralen den Aurabereich verlassen und in den Raum abdriften.

Beimengungen: Bei aktiver Kundalini sind Lichtpünktchen in Gold oder Silber dabei.

Warum wurden Hinweise auf die Aurafarben gegeben? Weil Lichtmeditationen auf unseren Subtilkörper wirken und die Aura die sichtbare Ausdünstung dessen ist. An der Aura erkennen wir wie die Lichtmeditation wirkt, beziehungsweise umgekehrt – wenn wir haben wollen, dass die Aura die erwünschten Qualitäten annimmt, dann müssen die imaginierten Lichtqualitäten analog sein.

 Durchführung der Lichtmeditationen:

© copyright Gauri

Das Licht wird in der Vorstellung imaginiert (im fortgeschrittenen Yoga werden sie mit geschlossenen Augen optisch wahrgenommen – wird im Westen nicht praktiziert, da diese Übungen für die Yogapraktizierenden zu mühselig sind).

Lichtübungen sind eine sehr wirkungsvolle Meditationsart und bewirken:

    • sehr starke energetische Anregung
    • reinigend, aurisch wirksam förderlich für Eidetik u. Visualisationen
    • starke Auswirkung auf die Psyche
    • erhöht die innere Wachheit
    • fördert luzides Träumen und Astralwandern
    • stärkt die Vitalität wirkt gegen Depressionen (weißes od. sonnenhaftes Licht) 

Lichtübungen werden für energetische, heilende und spirituelle Zielsetzungen eingesetzt. Die wesentlichsten Einsatzgebiete sind:

    • Chakrameditationen
    • Kundaliniübungen
    • Spirituelle Verbindung
    • Aurische Reinigung
    • Farbheilen
    • gegen Depressionen

 Farben und ihr Einfluss auf das Energiegleichgewicht

Helles Weiß und Blau

Die Farben Weiß bis Blau wirken kühl. Dieses Empfinden der Kühle kann sich durch psychosomatische Mechanismen auf den Körper übertragen. Die Wirkung wird durch Visualisation (aktive eidetische Wahrnehmung) erheblich verstärkt.

Bei einseitigem Meditationsschwerpunkt auf weißes (bzw. blaues) Licht können wir hyperaktiv werden und kann sich Gedankenunruhe einstellen.

!!! Ein zu starkes Forcieren von Lichtübungen auf diese Farben hat mitunter unerwünschte negative Auswirkungen:

    • die inneren Energien werden aufgebraucht; man hat keine innere Kraft, ist jedoch aufgeputscht, ähnlich wie nach einem zu starken Kaffee.
    • mentale Unruhe
    •  Abklingen und Schwächung der Emotionalität

Rotes Licht

Rotes Licht wirkt über psychosomatische Mechanismen erwärmend und förderlich für die Durchblutung. Lokal erwärmte Stellen (durch Erwärmungs- bzw. Farbübungen auf Rot) sind sehr oft von besonders kalt empfundenen Rändern umgeben. Dies ist eine energetische Unausgewogenheit, die durch zyklisches Wandern des Konzentrationsschwerpunktes über weite Bereiche des Körpers (an den Atem gekoppelt) vermieden werden kann.

Meditationen auf Rot und Wärme werden gerne zur Anregung der Kundalini verwendet.

! ! ! Von Meditationen auf rotes Licht und Wärme im Kopfbereich wird abgeraten. ! ! !

Gelb, Orange, Grün

Dies sind ausgewogene Farben, die frei sind von eventuellen Störungen wie sie bei den "kalten" und "warmen" Farben auftreten können.

 Psychische Bedeutung von Farben und Licht

Licht, Finsternis und Farben sind bedeutungsvolle Ausdrucksformen der Psyche. Darin teilt sich die Psyche uns nicht nur mit, sondern ebenso können wir über Farben auf die Psyche einwirken. In der Einflussnahme auf die Psyche durch Farben haben sich etliche Fachrichtungen spezialisiert, wie Farbtherapie in der Psychologie, oder Farbheilen in der Esoterik. 

 Kurzes Schlagwortverzeichnis der Farben und des Lichtes mit der psychischen Zuordnung (zum Teil nach C.G. Jung):

Helligkeit

o dunkel..........Bereich des UBW

o taghell.........bewusster Bereich

o Licht...........spiritueller Bereich

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Farben

o rot.............triebhaft, animalisch, Gefühlssphäre

o grün............vegetativ

o blau............mental

o gelb............spirituell (Farbe im Gegensatz zu Licht: da lichtschwach ist sie nur ein Hinweis)

o weiß............mental, mehr durchlichtet als Blau

o schwarz.........nicht integrierte Elemente (UBW)

 Steigerung der Luzidität im Traum durch Licht- u. Farb-Übungen

Lichtübungen und speziell Visualisationen bewirken, dass die Träume lichtkräftiger, plastischer und einprägsamer werden. Luzidität tritt als Folge immer wieder spontan auf.

 Übungen

1. Durchlichtung

© copyright Gauri

Entzünde eine Kerze vor Dir und schließe die Augen. Das Licht, dessen Farbton durch die Augenlider leicht ins Rötliche verschoben wird, bekommt dadurch eine warme Orange-Färbung. Um dieser Lichtwahrnehmung mehr Tiefe zu verleihen, koppeln wir sie mit einer Empfindung von Liebe, Friede und Geborgenheit.

2. Sonnenübung

Entwickle folgende Vorstellung: Bade Dich im Licht der angenehm warmen Sonne. Wenn Du die Wärme in Deiner Vorstellung nicht betonen willst, weil Sommer ist, oder Du im Süden lebst, so lasse Dich in der Vorstellung von einer kühlen Meeresbrise umfächeln. Stelle Dir hierbei die reinigende und stärkende Kraft des Lichtes vor.

Es fällt Dir leichter den Alltag mit seinen Problemen zu vergessen, wenn Du Dich in einen "inneren Urlaub" begibst, indem Du Dich in Deiner Vorstellung mit einer schönen Landschaft umgibst und Dir dort einen angenehmen Meditationsplatz suchst. Stelle Dir zu Beginn Deiner Meditation Deine Umgebung plastisch und unter Einbeziehung aller Sinneswahrnehmungen vor. Dann im Laufe der Meditation wird die Vorstellung der Umgebung in den Hintergrund treten und die Lichtempfindung wird für Dich immer wesentlicher und lebendiger werden.

 

© copyright Alfred Ballabene , Wien