Meditation

Meditation ist eine geistig- spirituelle Praxis

© Gauri, Regensburg

Weshalb meditieren?

Bewußtseinserweiterung
Darunter verstehen wir das Erschließen neuer Erfahrungsräume. Das, was sich uns öffnet ist individuell verschieden, manchmal erschreckend, manchmal beglückend. Es ist jedenfalls ein Abenteuer, das jeder für sich alleine bestehen muß, mit all den unvorhergesehenen Hindernissen und mit den unterschiedlichsten neuen Aspekten.

Spirituelle Entwicklung
Unabhängig, ob wir die im Laufe der Meditationen uns erfüllende Kraft in religiöse Vorstellungen eingekleiden oder nicht, verstehen wir darunter den Kontakt zu einer innerlich erfühlten Lebensquelle, die bar jeglicher persönlichen Aspekte ist und deshalb als überindividuell und kosmisch empfunden wird. Aus dieser Quelle schöpfen wir Kraft, Trost und Mut. Durch die Berührung mit dieser Kraft finden wir mitunter zu einer besseren und erfüllteren Sinngebung unseres Lebens.

Ausgleich von Alltagsbelastungen
Dies ist zwar keine sehr hohe Zielsetzung, führt jedoch Menschen, die alles Esoterische ablehnen, einer neuen Erfahrungswelt zu. Im Alltag ist für viele von uns eine Unausgewogenheit zwischen Denken und Fühlen. Das Mentale bekommt in unserer gegenwärtigen Zivilisation einen dominanten Stellenwert. Karriere, sozialer Status usw. sind von unserer kognitiven Leistung abhängig. Die Gefühle dürfen aus verschiedensten Erwägungen oft nicht zur Schau getragen werden, oder werden gar als hinderlich betrachtet. Dies widerspricht unseren biologischen Grundbedürfnissen und führt oft zu psychischen Spannungen. Eine Ablenkung von der inneren Unausgeglichenheit durch noch mehr Arbeit oder aufputschende Unterhaltung (die "vergessen" läßt) ist nur eine Scheinlösung. Meditation ist besser (und zusätzlich regelmäßiger Sport).

 Was bewirkt die Meditation?

Nur wenn wir frei von ehrgeizigen Zielsetzungen, wie z.B. Selbstverwirklichung und Allschau, meditieren, erreichen wir jenen gelösten Zustand, den wir am besten mit Friede - Harmonie - Freude - Glücklichsein beschreiben können. Dieser Zustand wirkt sich heilend auf Psyche und Körper aus. Sind wir im Gleichgewicht und in Harmonie mit uns und unserer Umwelt, dann kommt die "Selbstverwirklichung" vielleicht von selbst; sind wir es nicht, dann können wir die Selbstverwirklichung nicht erzwingen, weder durch Tricks (wie sie Geheimtechniken oder "erleuchtete Gurus" als Gegenleistung für Huldigung und Zugehörigkeit versprechen) noch durch ehrgeizige Ausdauer.

Die wichtigsten Meditationsschwerpunkte:

Gedankenkontrolle (siehe Mauna-Artikel)

Töne
Meditation auf eine Tonvorstellung. Beispiel:
Meditation auf OM im Yoga. Es fließen durch die religiöse und mythologische Bedeutung dieses Tones religiöse Inhalte ein. Davon unabhägig kann die Meditation auf OM (obwohl ohne religiöse Assoziation) zu mystischen Erlebnissen führen; siehe Töne und Vibrationen in den OBE Artikeln (OBE = außerkörperlichen Erfahrungen) im UFO-WWW oder in er Homepage von Charles Goodin (siehe Inhaltsverzeichnis).
Buchstabenübungen nach Weinfurter, der diese auf kabbalistische Praktiken zurückführt

Mantra-Meditation
dies ist die unablässige Wiederholung eines sakralen Wortes mit Prägungseffekt, bzw. ist der Inhalt "nichtssagend", so hat dieses "Mantra" eine bruhigende, einschläfernde Wirkung.

Licht-Meditation
Licht ist ein psychischer,archetypischer Aspekt von starker positiver Auswirkung auf unser UBW. Eine Wirkung wird bereits durch bloße Vorstellung erzielt. Visualisation steigert die Wirkung um ein Vielfaches.

Yantra-Meditation
Yantra ist ein Bildsymbol, auf welches durch Betrachten oder Vorstellung des selben, meditiert wird. Sehr oft ist dieses Yantra eine bildhafte Zusammenfassung religiöser Inhalte. Hierher gehören auch Tankhas und Ikonen.

Energiekreisen
Es wird die Vorstellung einer lokalen Energiekonzentration erzeugt. Zumeist läßt man dieses "Energiepaket" im Atemrhytmus die Wirbelsäule auf und ab steigen (Kundalini-Yoga) oder durch den Körper kreisen (taoistische Praktiken). Oft wird diese Energievorstellung an suggestiv erzeugbare Sensorische Empfindungen (z.B. Wärme) gekoppelt. Durch das gleichzeitige sensorische Erleben wird der Glaube an die inneren Vorgänge (Autosuggestion) gestärkt.

Religiöse Inhalte
Hierbei wird oft die Nähe der Gottheit vergegenwärtigt, wodurch sich der Meditierende beschützt, gestärkt und geleitet fühlt. Die vorhin erwähnten Yantras unterbinden zumindest teilweise ein Abdriften. Immer, wenn der Meditierende abzugleiten droht, öffnet er die Augen und führt seine Gedanken durch das Bild wieder zu ihrem Meditationsschwerpunkt zurück.

 

 

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