Meditationen der Liebe und kosmischen Verbundenheit

Unter Allverbundenheit verstehen wir den Zustand eines liebevollen Eingebettetseins in eine höhere Ordnung. Das Gefühl der Isolation, Einsamkeit und Verlassenheit schwindet und weicht einem Gefühl des Friedens, der Freude und der Einheit mit allem.

Allverbundenheit ist keine abstrakte Introversion. Es ist eine aufmerksame Zuwendung zu allem Leben und allen Dingen, denen wir begegnen. Normalerweise sehen wir alles um uns in einem Gewebe aus sachlicher Erwägung, vielen Gedanken und diversen Emotionen, so wie uns dies das Leben aufgeprägt hat. Wir versuchen nun aus dieser Passivität herauszutreten und aktiv die Dinge um uns aus einer anderen Perspektive zu sehen. Wir haben ja mittlerweile durch unsere Lebenserfahrung erkannt, daß die Art wie wir unser Umfeld bewerten, stark von unserer Stimmung abhängt. Leider sind wir zumeist den Stimmungen unterworfen und nicht nur unsere innere Resonanz ist  jeweils hiervon  abhängig, sondern auch die Reaktion und der Widerhall unserer Mitmenschen wird dadurch geleitet. Mit anderen Worten, wenn wir unsere Stimmung meistern, dann meistern wir auch zu einem Großteil unser Schicksal. 

Mit der Allverbundenheit versuchen wir uns eine Stimmungslange anzutrainieren, die uns erlaubt unserem Umfeld in einer Grundhaltung der Liebe, Freude und einem Sinn für Schönheit zu begegnen. Nicht nur unsere Stimmungslage wird dadurch liebevoll und freudig, auch unsere Mitmenschen begegnen uns dann in einer positiven aufbauenden Art. Mit einem Wort - unser Leben wird in vielen Belangen schöner und harmonischer. Ich kann dies aus meinen Lebenserfahrungen voll bestätigen. 

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Meditationen auf  Allverbundenheit bringen vielerlei:

als Zustand an und für sich (der sehr schön ist):

   Ausgeglichenheit
   inneren Frieden
   leichte Euphorie
   psychische Belebung
   Auswirkung auf Träume bzgl. Inhalt, Plastizität und  Erinnerungsvermögen
   Beseitigung von Lebensängsten
   Überwindung des Gefühles der Isolierung durch "kosmisches Eingebettet-sein".

als Auswirkung auf den Alltag:

   Freude, Glück (als begleitender Zustand)
   ein sich Öffnen gegenüber dem Schönen (scheinbar belanglose Dinge werden einmalig)
   Toleranz
   Gegenmittel gegen Stress und Hektik
   erhöhte Aufmerksamkeit auf die Gefühlswelt der Mitmenschen
   Steigerung des sozialen Sinnes (da ja alles eine große Familie ist)
   Kontrolle der eigenen Gefühlswelt (das Wort Emotionen ist hierfür etwas eng)

Durch die meditative Beschäftigung mit einer Allverbundenheit kann es bisweilen zu "Erkenntniseinbrüchen" kommen. Diese sind jedoch nicht das Ziel, sondern ein hilfreiches Beiwerk.

Bericht aus dem Bekanntenkreis: "Bei einem Spaziergang durch die Natur geschah mir etwas völlig Neuartiges: Vor einem Ährenfeld stehend, wurde ich plötzlich von einer mächtigen Welle der Liebe erfaßt - ich liebte mit einem Male das Feld, oder besser - das, was sich dahinter verbirgt. Zum ersten Male hatte ich direkt das Gefühl und die unmittelbare Einsicht, daß ein Ding der Natur Ausdruck einer Liebe ist.
Nach einiger Zeit klang dieser Zustand in einem heiteren Frieden aus."

     

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