Praktische Hinweise zur Durchführung eines Ätherkörper-Austrittes

Allgemeine Hinweise

Für diese Technik ist eine Balance zwischen Wachen und Schlafen nötig. In diesem Zustand sollte man die Verlagerung der Körperempfindung in den Fluidal wahrnehmen können (an typischen Kennzeichen, etwa wie Schweben der Beine, oder am Befinden). Anschließend ist ein Willensakt zur Trennung des Feinkörpers zu setzen. Hierzu gehört, dass man ein fluidales Körperempfinden aktiv verstärkt. Dieses sollte nicht mit dem Körperempfinden der Physis verwechselt werden, was leider immer wieder vorkommt (nicht aus Unwissenheit, sondern weil das Befinden beider Zustände beinahe identisch ist, solange man sich nicht bewegt). Die Unterscheidung zwischen physischem und nach innen gerichtetem Bewusstsein ist speziell am Anfang der Erfahrungen nicht so leicht und es kommt leicht zu Verwechslungen der jeweiligen Körperempfindungen. Desweiteren darf das Bewusstsein sich nicht in Phantasien und Schauungen verlieren, da bei dem Trennungsvorgang nicht der optische Sinn aktiv sein soll, sondern die Wahrnehmung in die motorische Empfindung vertieft werden soll. Es besteht sonst Gefahr in Träumereien abzugleiten.

Ist uns der bewusste Trennungsvorgang einmal gelungen, so verfügt der Fluidalkörper über eine ungehinderte Bewegungsfreiheit. Es gibt alle möglichen Zwischenstufen zwischen einer materiell-körperlichen Schwere und einer traumartigen Leichtigkeit. Ein Ausprobieren aller Möglichkeiten ist der beste Lehrmeister. Für gesunde Menschen besteht keine Gefahr (in der Literatur wird diesbezüglich häufig übertrieben, vielleicht weil man sich als Könner, Initiierter oder Wissender einen höheren Status zuordnen will und in diesem Sinn die Einmaligkeit und Gefährlichkeit des Unterfangens unterstreicht).

 Vorübungen zur Entwicklung eines imaginären sensorischen Empfindens

Mit der folgenden Übung trainieren wir Körperempfindungen wie Druck, Schwere und Wärme. Die Übung ist für das Imaginationstraining der sensorischen Wahrnehmungen besonders geeignet. Die Übung wird im Sitzen oder Stehen durchgeführt.

Pressen einer Eisenstange

Wir stellen uns vor, dass wir zwischen unseren Händen eine Eisenstange halten. Die 29 Arme sind ungefähr eine Schulterbreite auseinander und die Eisenstange berührt unsere Handinnenflächen.

Wir fühlen den Druck der Eisenstange auf unseren Handflächen

Nun versuchen wir die Eisenstange zusammenzupressen. Das geht natürlich nicht so leicht, denn eine Eisenstange ist sehr fest. Ganz langsam nur gelingt es uns die Eisenstange zusammen zu pressen. Dabei stellen wir fest, wie die Eisenstange, durch das Zusammendrücken heiß wird (das fühlen wir auf unseren Handflächen).

Zum Schluss haben wir die Eisenstange so weit zusammen gepresst, dass unsere Handflächen nur noch eine Handbreit auseinander sind. Die Eisenstange ist nunmehr zu einer rotglühenden Kugel geworden.

Die Eisenstange ist zu einer rotglühenden Kugel geworden. Wir fühlen die Wärme auf den Handinnenflächen

Wir spüren ganz deutlich die Hitze der rotglühenden Kugel auf unseren Handinnenflächen. Wir führen die rotglühende Kugel langsam zur Brust, lassen die Wärme in die Brust einstrahlen und sich von dort über den ganzen Körper sich verbreiten (das fühlen wir).

Wärme durchströmt uns

 Fortsetzung der Übung mit dem Ziel der Tiefenversenkung

Man kann liegen, jedoch hat sich für mich eine schräge Sitzhaltung als günstiger erwiesen. Wir sitzen in einem Lehnstuhl mit schräger Rückenlehne (ca. 45 o). Den Kopf nicht zu weit nach rückwärts lehnen, da sich dadurch der Mund öffnet und man durch Schnarchen aus der Konzentration geworfen wird. Ein leicht nach vorne geneigter Kopf fördert die Vorstellung des nach vorne Kippens (Herauskippens). Die Aufmerksamkeit ist auf den Körper gerichtet (in seiner Gesamtheit) in Form eines Körpererfühlens, wenn möglich zugleich mit einem Raumwahrnehmen. In Fortsetzung der Übung "Pressen einer Eisenstange": Wir fühlen in unserem Brustraum ein Zentrum der Wärme. In der Folge können wir die Übung in verschiedener Weise fortsetzen, nunmehr jedoch sitzend oder liegend. Bei allen Versenkungsmethoden verbleiben wir bei körperlichen Wahrnehmungen. Wir stellen uns all das nicht mit dem Kopf vor (!!!) sondern versuchen es durch Hineinfühlen in den Körper real wahrzunehmen.

Wir lassen die Energie durch unseren Körper kreisen, indem wir innerlich empfinden, wie das Wärmepaket aus dem Brustraum weiter wandert. Üblicherweise die Rückseite hinauf und die Vorderseite hinunter.

Wir konzentrieren uns auf die Füße und von dort auf die Beine und füllen unseren Körper mit Wärmeenergie an.

Statt Wärme können wir auch empfinden wie die Energiekugel uns ein Prickeln oder "elektrischen Strom" vermittelt. In der selben Art wie die Wärme können wir auch Prickeln und "elektrischen Strom" durch den Körper wandern lassen

Die innere Wahrnehmung nach der Suggestion ausrichten "mein Körper wird immer schwerer und schwerer"

oder das Empfinden immer leichter zu werden und nach oben zu schweben

Andere Versionen:

 In den Körper hinein fühlen: die Blutzirkulation wahrnehmen (niemals auf das Herz üben!) Zweite Variante:  die Körperwärme wahrnehmen und die Vorstellung bilden, wie der Atem den Körper belebt und durchflutet.

Erwärmungsübungen: Wir entwickeln mittels Vorstellung in den Handflächen oder Fußsohlen ein Gefühl der Hitze. Dann lässt man dieses Gefühl weiter den Körper wandern oder zyklisch kreisen.

Körperabtasten: Durch Hineinleben auf nur wenige cm2 große Flächen der Körperoberfläche tasten wir uns langsam den Körper durch und erleben ihn auf diese Art neu.

Porenatmung: Wir bilden die Vorstellung, dass wir mit unserer gesamten Körperoberfläche mittels der Poren ein und ausatmen. Mitunter fällt es leichter, wenn man sich als Atemmedium nicht Luft sondern statt dessen Kraft, Liebe, Reinheit usw. vorstellt.

Vorstellung des Hin- und Herschaukelns (wie in einem Schaukelstuhl)

Nimm das Körperempfinden des Hin- und Herschaukelns in die Versenkung oder in den Halbschlafzustand hinein

Lausche in Deinen Körper und empfinde, wie er von Wärme durchströmt wird.

Lass Dein Bewusstsein im Atemrhythmus zwischen Körper und Raum hin und her pendeln (ausatmend weite Dich in den Raum vor Dir, einatmend vertiefe Dich in Deinen Körperschwerpunkt).

Während des immer tieferen Eingleitens in den Versenkungszustand ist es nicht notwendig, die Gesamtheit des Körpers zu erspüren, sondern es ist möglich die Aufmerksamkeit von einem Körperteil zum anderen wandern zu lassen oder sich nur auf eine bestimmte Körperstelle zu konzentrieren. Während des monotonen Konzentrationsvorganges gleitet man allmählich in eine Tiefentspannung ein. Manchmal nickt man auch kurz ein und erwacht dann in einer Zwischenphase, in welcher man dann automatisch weiterübt. Ein Einschlafen kann zu Vorgängen, die als "Falschen Aufwachens" bezeichnet werden, führen.

Im Gegensatz zu einem Pendeln zwischen leichtem Schlaf und Wachen führt ein tiefes Einschlafen zu Misserfolg. Ein tiefes Einschlafen kann vermieden werden:

    •  durch eine aufrechtere Körperhaltung (Rückenlehne steiler stellen), 
    • Zufuhr von Frischluft
    • kühlere Körpertemperatur (weniger warm kleiden oder zudecken).

Erste Anzeichen der Lockerung, ab denen eine bewusste Trennung möglich ist

Während man sich noch mit den Konzentrationsübungen befasst, treten symptomatische Erscheinungen auf, welche signalisieren, dass das Bewusstsein sich zum Fluidalkörper hin verschiebt: 

    • Die Füße oder Hände beginnen zu schweben (als würden wir im Wasser sitzen), 
    • der Körper fühlt sich leichter oder irgendwie anders an, 
    • Mediale IBE-Erscheinungen treten auf

Vorgang der Trennung

Bei den ersten Versuchen die Körpertrennung herbeizuführen, ist der Trennvorgang mühselig und oft erfolglos, denn der Fluidalkörper wird immer wieder in den Körper zurückgezogen. Es erweckt den Anschein als ob viele Bänder, gleich Gummibändern, uns mit dem Körper verbinden würden, ähnlich einer fadenziehenden Klebstoffmasse. Bisweilen ist das Reißen dieser Fäden hörbar. Die okkulte Überlieferung sagt, dass diese Bänder aus Fluidalstoff sind. Methoden, um diese (Ver-)Bindung zu überwinden, sind:

    • Herausschaukeln mit immer größerem Schwung
    • Abstemmen und Wegdrücken
    • Herausrollen (bei liegender Haltung)
    • Herausschwingen (bei liegender Haltung)

Während des ganzen Trennungsvorganges besitzen wir zumeist kein Sehvermögen, sondern sind von Schwärze umgeben. Dies gilt auch nach der Trennung, eine Tatsache, welche viele OBE-Praktizierende zu tiefst verunsichert und vor weiteren Aktionen abschreckt. Wir sollten uns jedoch hiervon nicht stören lassen und auch 34 nicht fürchten - das Sehvermögen setzt nach einiger Zeit ein, beziehungsweise wenn wir uns etliche Meter fortbewegt haben. Wir besitzen hierbei ein wunderbares Raum- Tast-Vermögen, das uns die Orientierung erleichtert; es ist so, als ob wir mit einem anderen Sinn sehen würden und nicht mit jenem der Augen.

Trennungsvorgänge durch Übermüdung

Von Skeptikern, die außerkörperliche Erscheinungen nicht anerkennen, werden Zweitkörper-Phänomene, die bei Übermüdung auftreten, meistens als Störungen der cerebralen Verarbeitung in Form von Dissoziationen erklärt oder dem hypnagogen Einschlafzustand zugeordnet. Dem widerspricht die Beobachtung, dass in diesem Zustand der Raum aus anderer Perspektive gesehen werden kann, oder gar Räume betreten und die dortigen Ereignisse wahrgenommen werden können, die außerhalb des Gesichtsfeldes liegen.

Der Ätherkörper kippte immer wieder nach vorne heraus

S. Muldoon, H. Carrington, "The Phenomena of Astral Projection" , pp 89-90 DER ROSSEAU FALL. Ein Soldat erzählt: ...In dieser furchtbaren Situation verstrichen sieben Stunden, und dann veränderte sich alles in einer unvorhersehbaren Weise. Ich war mir bewusst, völlig bewusst, mich Selbst außerhalb meines Körpers zu befinden. Ich wusste, das war Ich - ein realer und bewusster Geist - völlig befreit vom körperlichen Organismus ... Von außen untersuchte ich meinen ausgemergelten Körper, in grüngrau angezogen, und dieser Körper hat anscheinend einmal mir gehört. Ich betrachtete ihn völlig unbeteiligt, wie wenn er jemand anderem gehörte ... Ich wusste, dass mein Körper in grausamer Weise leiden musste, aber Ich, besser gesagt mein Geist, fühlte davon nichts. Solange ich in diesem Zustand war, schien mir das ganze Geschehen völlig natürlich abzulaufen. Erst als ich wieder in meinen Körper eingetreten war, begriff ich, dass ich eine höchst eigenartige Erfahrung durchgemacht hatte. Nichts konnte meine Überzeugung brechen, dass mein Geist in dieser Nacht vom Körper getrennt gewesen war ...

Trennungsvorgang durch einen Unfall

T.: "In der Nacht, nach dem Autounfall, erwachte ich. Rund um mein Bett sah ich viele, sehr hohe, helle Wesenheiten stehen. Ich wusste, sie waren gekommen, um mich zu holen. Ich hatte keine Angst. Ich spürte mich vom Körper loslösen und fühlte eine neuartige und doch vertraute Schwingung - die Schwingung des Todes. Ich wurde eins mit ihr und ein Gefühl der Liebe, der Geborgenheit, ein Gefühl des Heimkommens erfüllte mich; es war wunderschön. Plötzlich hörte ich eine Stimme hinter mir: "so stark sind Deine Verletzungen nicht, Du musst deshalb nicht gehen". Sofort wurde ich in den physischen Körper zurückgezogen. Ich wollte jedoch nicht zurück, denn die Sehnsucht nach meiner wiedergefundenen jenseitigen Heimat war zu groß. Ich versuchte mich wieder von meinem Körper zu trennen und es gelang ohne Schwierigkeiten, denn meine Sehnsucht half mir. Ich schwebte hoch und ging weg , habe jedoch leider keine Erinnerung daran, wohin ich ging."

Loslösung unter Narkose

Bei den heutigen Narkosetechniken, die sanfter und gezielter sind, kommt es nicht mehr zu Loslösungen des feinstofflichen Körpers. Früher, als die Äthernarkose noch angewendet wurde, waren Loslösungen häufig. Eventuelle Berichte stammen alle aus dieser Zeit.

Nachgezeichnet nach einem Bild von S. Muldoon u. H. Carrington, "The Phenomena of Astral Projection", auf Seite 56. Dort finden sich auch einige Fälle beschrieben.

Etlichen Berichten zufolge, dürfte es für die bei Operationen gewaltsam hervorgerufene Art der Körperdissoziation typisch sein, dass man das Gefühl hat, "sich wie ein Propeller hinaus uns hinauf zu drehen".

Zweitkörpererlebnis in einer (religiösen, schamanischen) Ekstase

Zuschrift eines nichtgenannten Mail-Partners (1996, aus dem Englischen übersetzt): Im Text wurden auch einige weltanschauliche Aspekte, die nichts mit dem OBE Thema zu tun haben, belassen, da sie wertvolle Aussagen über das psychische Umfeld ergeben.

Seltsamerweise hatte ich mein erstes Astralerlebnis, als ich Christ wurde. Plötzlich stand ich vor Christus (den Augenblick zuvor war ich bei einem Gebetstreffen). Was für mich so interessant war, war der Gedanke, dass ich glaubte, jeder wüsste, dass ich den Raum verlassen hätte. Mir wurde berichtet, dass ich während dieser Erfahrung auf die Knie fiel. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich nicht an Astralwandern, ich hatte niemals etwas darüber gehört. Interessanterweise erschien mir das keineswegs seltsam, jedoch war es erstaunlich wie dies meine Wahrnehmung radikal änderte. Ich war so überwältigt durch meine neue Erfahrung und Wahrnehmung der Wirklichkeit, dass ich mir keine Gedanken darüber machte, was wohl die Leute denken würden von all dem, was ich ihnen über meine Erfahrungen berichtete. Jetzt passe ich viel mehr auf zu wem ich spreche und was ich sage.

 Falsches Aufwachen

"Falsches Aufwachen" ist die Bezeichnung für einen Zustand, in dem man nach klassischem Modell schläft und davon träumt aufzustehen und die üblichen Verrichtungen tätigt, die typisch für das Aufstehen sind (ankleiden etc.). Meiner Ansicht nach sind das keine gewöhnlichen Träume, sondern im Gedanken an das Aufstehen setzt man seinen Astral frei und macht in ihm diese Morgenautomatismen (entspricht den Überlieferungen und Berichten bezüglich "Vorboten" - eine Erscheinung, die später unter "Seele, Seelenteile" besprochen wird).

Das falsche Aufwachen kann von unbewusst bis zu bewussten Zuständen existieren, oder mit Halbwachzuständen, wie ich sie unten beschrieben habe. Wenn man versucht bewusst in den Zustand des falschen Aufwachens einzugleiten, so ändert sich auch die typische Symptomatik des "Trauminhaltes" - man hat ja nicht die Absicht aufzustehen und Frühstück zu machen, sondern man sitzt in einem Stuhl und meditiert und hat die Absicht weiterhin zu meditieren; d.h. man meditiert im "Traum" weiter und holt die Erwartungshaltung des Meditierens in den Halbschlafzustand hinein, bzw man nutzt den mentalen Vorgang beim Meditieren als Weckeffekt).

Falsches Aufwachen, wie es spontan auftritt: So weit ich mich zurück erinnern kann erlebte ich am Morgen gelegentlich ein falsches Aufwachen. Ich hielt dies immer für einen Traum, wenngleich von einer besonderen Kategorie von Traum und machte mir deshalb keine weiteren Gedanken darüber. Diese meine Ansicht änderte sich, als ich das falsche Aufwachen zu einer Technik für außerkörperliche Erfahrungen entwickelte. OBE's mit Hilfe von falschem Aufwachen einzuleiten, wurde später zu meiner bevorzugten Methode. Durch diese Praxis und vor allem durch den höheren Bewusstseinszustand, den ich hierbei hatte, im Vergleich zum traumhaften falschen Aufwachen, erlangte ich tiefere Einsichten in diesen besonderen Zustand.

Die einfache Form vom falschen Aufwachen wird von sehr vielen beobachtet. Weil das Geschehen jedoch nichts Dramatisches darstellt, schenkt man dem in der Regel keine große Beachtung und ordnet es einfach den Träumen zu. Es wird dann als eine Art Traum klassifiziert, in welchem die Erwartungshaltung des morgendlichen Geschehens eine entsprechende Traumhandlung einleitet.

Das falsche Aufwachen als Vorstadium außerkörperlicher Erfahrungen (OBE) unterscheidet sich in zwei Punkten vom spontanen allgemein bekannten falschen Aufwachen:

    • das falsche Aufwachen als OBE-Technik wird bewusst herbei geführt 
    • das falsche Aufwachen beinhaltet keine Handlungsautomatismen, also sich wiederholende Abläufe (außer jenen des zyklischen Energiekreisens). 
    • Kennzeichnend sind mentale Automatismen, welche als autohypnotische Methode eingesetzt werden - sie schläfern ein, erhalten jedoch eine Restwachheit durch monotone Vorstellungen (meist eine zyklische Übung, etwa Wärmekreisen oder Energiekreisen).

Durchführung: Das bewusste Herbeiführen vom falschen Aufwachen wird dadurch erreicht, indem man sich in einem leicht ermüdeten Zustand (bzw. Zustand einer Schlafbereitschaft - bei mir am sehr zeitigen Morgen) sich durch ca. eine halbe Stunde auf einen monotonen zyklischen Vorgang konzentriert - OBE-Induktionsbild, Meditation, Übungen der Körperwahrnehmung (z.B. Erwärmungsübungen). Diese Konzentration auf monotone Vorgänge innerhalb einer Einschlafphase bewirkt so etwas wie einen "posthypnotischen" suggestiven Befehl, der automatisch dann wieder einsetzt, wenn der tiefere Teil der Schlafphase zu Ende gegangen ist und sich der/die Praktizierende in der Aufwachphase befindet. Zuerst wird dieser Automatismus unbewusst fortgesetzt, jedoch bewirkt die Erinnerung an die Absicht einen zunehmenden Einsatz aktiver Konzentration, was zu einer Vollbewusstheit in diesem Zustand führt.

 Der OBE Vorgang

Wenn im Zustand des falschen Aufwachens durch die immer bewusster durchgeführte Meditation oder Affirmation eine derart große Wachheit erlangt wird, dass sie zu bewusster Selbstreflexion und zur Erinnerung der ursprünglichen Absicht (OBE) führt, dann versucht man bewusst aus dem Körper zu steigen. Sollte man sich außerhalb des Körpers befinden, was zuweilen vorkommen kann, dann ist es ratsam wieder in den Körper zurückzusteigen und bewusst erneut aus diesem auszutreten. Es gibt noch einen Unterschied zum spontanen, üblichen falschen Aufwachen. Während man beim spontanen falschen Aufwachen in introvertierter Weise mit seinen Handlungen als Automatismus befasst ist, hat man beim bewusst herbeigeführten falschen Aufwachen eine freie Entscheidungsmöglichkeit - entweder das Haus zu verlassen oder zu experimentieren oder sich auf das Stirnauge zu konzentrieren, und eine Astral-Projektion anzupeilen (was in diesem Zustand leichter geht als sonst). Ein weiterer Unterschied zum spontanen falschen Aufwachen ist, dass sich häufig Personen im Raum aufhalten, die offenbar in die vorgefasste Handlung eingreifen wollen (als eine Art Hüter der Schwelle), um die vorgefassten Absichten zu stören (es wurde z.B. Licht aufgedreht, oder mir empfohlen mich ins Bett schlafen zu legen). Anfangs habe ich die Störungen durch jene "Personen" als Erscheinungen des UBW betrachtet mit der Zielsetzung einer Schlaferhaltung (ähnlich wie bei Harnandrang, wo man im Traum auf die Toilette geht - ein Beschwichtigungsvorgang, der besagt: "du hast deine Blase schon entleert und kannst ruhig weiter schlafen".

(Eigenerfahrung Ballabene) Fast bei jedem Falschen Aufwachen werde ich durch laute, hin und her gehende Personen gestört. Ich habe mich zu Anfangs oft gefragt, wieso diese unruhige Situation zustande käme, und gehofft, dass diese Störungen ausbleiben mögen. Tatsächlich blieben durch einige Zeit diese Störungen aus. Die Folge war jedoch nicht ein besseres und ungestörtes Üben mit verbesserter Erfolgsrate, sondern das Gegenteil, ich schlief ein. Offenbar veranlassten mich diese Störungen zu einem konzentrierterem 43 Üben, denn ich setzte alles daran mich nicht ablenken zu lassen. Mein Ankämpfen verhalf mir zu einer erhöhten Konzentration. Also sind die Störungen doch zu etwas gut.

Was die Personen anbelangt, deren man in diesem Zustand gewahr wird, so ist dies ein für mich theoretisch noch nicht abgeklärtes Gebiet: handelt es sich dabei um innere Vorstellungen, um Psychogone (halbbelebte Gedankenformen) oder um astrale Erscheinungen Lebender oder Verstorbener - oder sind alle diese Optionen möglich?

"Der gute Ratschlag" (Eigenerfahrung Ballabene) Beispiel einer typischen Traumszene, wie sie nach der oben beschriebenen Technik auftritt, bei der man im Stuhl sitzt und gezielt in das Falschen Aufwachen eingleitet: Meine Frau kam herein, diesmal ohne Licht anzudrehen. Sie machte mich darauf aufmerksam, dass das Fenster offen sei und ich mich verkühlen könne. Ich soll deshalb lieber ins Bett gehen.

"Unbeirrt" (Eigenerfahrung Ballabene) Ich saß in meinem Übungsstuhl (Lehne ca. 60 Grad Neigung). Es war um 3 Uhr morgens. Im falschen Aufwachen setzte ich meine zuvor begonnene Meditation fort. Als ich so mit geschlossenen Augen im Stuhl sitze (man kann praktisch nie unterscheiden ob man wach ist oder sich im falschen Aufwachen befindet) kam A. in das Zimmer und durchquerte es (ich nahm an es wäre A.). Dann schaltete sie das Licht an. Ich sah die Aufhellung in dem orangefarbenen Farbton, wie er entsteht, wenn Licht durch die geschlossenen Augenlider fällt. Dann verließ sie wieder den Raum. Ich ließ mich in meinen Meditationen nicht beirren, bis ich die Leichtigkeit deutlich fühlen konnte, wie sie typisch ist, wenn das Bewusstsein in den Ätherkörper verlagert ist. Am Morgen fragte ich A. ob sie in der Nacht in mein Zimmer gekommen wäre. Sie verneinte dies und so war es klar, dass ich dies alles im Zustand des falschen Aufwachens erlebte.

"Geh' ins Bett!" (Eigenerfahrung Ballabene) Ich hatte etwas zuviel Kaffee getrunken, am Abend. So war ich nach der ersten Schlafphase voll wach und an ein Einschlafen war nicht mehr zu denken. Deshalb stieg ich aus dem Bett und setzte mich in meinen Übungsstuhl, hüllte mich dort in Decken und machte es mir bequem. Hier bemühte ich mich meine unruhigen Gedanken zu besänftigen und zur Entspannung zu finden. Einige Zeit war vergangen, offenbar war ich zwischendurch eingeschlafen, da hörte ich G.A. nahe an mich heran kommen (es gibt da so etwas wie ein empathisches Raum-Fühlen, das einen Personen erkennen lässt, ohne dass man sie sieht). G.A. war zwar schon seit ca. 15 Jahren verstorben, aber da sie mich in diesen Zuständen oft besucht, war ich das so gewöhnt, dass ich dieses Faktum nicht als ungewöhnlich realisierte. "Höre auf da im Stuhl zu sitzen und geh' ins Bett", sagte sie, "es ist bereits 4 Uhr". Ich öffnete meine Augen (die physischen) und ging ins Bett. Unterwegs erst wurde ich mir bewusst, dass ich mich von einem "Schlafhüter" hineinlegen habe lassen und dadurch ein mögliches OBE versäumt hatte.

Ich habe im falschen Aufwachen nie eine Schlafparalyse, kann also sofort meinen Körper bewegen und weiß deshalb nie, ob ich mich im falschen Aufwachen oder im tagwachen Zustand befinde. Deshalb muss ich mit meinen Meditationen oder Affirmationen weiter machen, bis ich mir untrüglicher OBE Symptome bewusst werde. Selbst dann kann ich je nach Absicht entweder den physischen Körper oder den fluidalen Körper bewegen. Noch ein kleiner Hinweis wie man genügend lang anhaltende Suggestionen bewirken kann: Da zumindest eine halbe Stunde suggestiver Vorstellungen notwendig sind, um ein Nachwirken und automatisches Wiedereinsetzen nach der Schlafphase zu bewirken, kann es vorkommen, dass man bei zu großem Schlafbedürfnis zu früh wegdriftet und in normalen Schlaf fällt (ohne falschem Aufwachen). Nun mit ein bisschen Kaffee am Abend konnte ich bisweilen meine Wachphase verlängern - mache jedoch sehr selten und nur dann davon Gebrauch, wenn ich dringend nach astralen Kontakt suche.

 Zusammenfassung: Da der Körper durch die Schlafparalyse gelähmt ist, bedient sich das UBW eines Ersatzkörpers - und das ist der springende Punkt. Weil man sein Bewusstsein bereits in einen feinstofflichen Körper verlagert hat, ist es auch so leicht aus dem falschen Aufwachen einen bewussten OBE-Zustand herbei zu führen. Als weitere Konsequenz nehme ich an, dass Personen, welche zu falschem Aufwachen neigen auch eine Disposition zu OBEs (außerkörperliche Erfahrungen) haben.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien