Schwellenzustände in der Tiefenversenkung

 Bleierne Glieder, Gefühl der Schwere

Das ist ein gutes Zeichen und die Folge einer bereits einsetzenden, leicht ausgeprägten Schlaflähmung. Man nützt dieses Empfinden in der Hypnose - siehe übliche hypnotische Befehle: "die Augenlider werden schwer, Arme und Beine werden  schwer".

OBE-Brief 1: "Binnen einiger Sekunden wird mein ganzer Körper bleiern schwer. Manchmal gelingt es mir mich so zusagen zu befreien. Ich richte mich unter großer     Anstrengung auf und greife nach einem Glas Wasser, das ich immer neben meinem Bett stehen habe. Aber wenn ich den passenden Augenblick verpasse, hilft keine Anstrengung mehr, alles erstarrt in mir."

 Empfindung, dass der Körper oder Körperteile sich verformen

Im Alltag, wenn wir uns bewegen, erhält unser Gehirn andauernd Meldungen über unsere Körperabgrenzung und Körperhaltung. Selbst wenn wir uns nicht bewegen, jedoch die Augen offen halten und herumsehen, bekommt unser Gehirn eine  Rückmeldung. Wenn wir nun mit geschlossenen Augen sitzen und meditieren oder uns in der Tiefentspannung befinden, ist dies ganz und gar nicht der Fall. Nach einiger Zeit kommt es mangels der Rückmeldung zu Desorientierungen in Hinblick auf Körperkonturen oder Körperlage (z.B. der Eindruck, dass wir schief sitzen und jederzeit umfallen könnten).

OBE-Brief 111: "Das Einzige, was ich spüre ist, dass sich meine Hände zu Klumpen verwandeln und sich anfühlen, als ob sie eingeschlafen wären." "Beim Meditieren habe ich oft das Gefühl nach der Seite zu kippen. Wenn ich jedoch die Augen öffne, merke ich, dass ich gerade sitze."

Jucken

OBE-Brief 48: "Bei mir äußert sich eine Störung folgendermaßen: immer, knapp bevor ich tiefer in den Zustand komme, beginnt es mich an der rechten Kinnkante ungemein stark zu kitzeln. Es ist unerträglich und es ist nur an dieser Stelle. Meistens habe ich es nicht ausgehalten und mich gekratzt - dann war der OBE Versuch im Eimer und ich hatte keine weitere Chance mehr."

Aus einem Brief: ".................Und ich hab das Gefühl, dass mich mein Körper mit dem Jucken auch ärgern will :-). Erst juckt es, ich halte es aus, bis es weg ist, dann muss ich schlucken, dann bin ich wieder etwas weiter aus der Entspannung raus (zum Glück nicht viel) und dann fängt es wieder an zu jucken, meistens an einer anderen Stelle und so fort. Ich habe also versucht mich darauf zu konzentrieren, nicht mehr zu schlucken. War mir auch fast gelungen, bis dieser Reflex überfallartig kam. Mist! In meinem Körper kribbelt es zeitweise sehr stark. Dann ist heute etwas Neues passiert: Plötzlich hat mein rechtes Ohr so schlimm gejuckt, als wenn es mich aus der Entspannung herausreißen wollte (hat es auch geschafft :-))) ), fast so, als würde mich jemand am Ohr ziehen, obwohl es kein Ziehen war, sondern eben ein ganz superstarkes, überfallartiges Jucken, Kribbeln - ist schwer zu beschreiben. Ich flog geradezu aus der Entspannung heraus und mein ganzer Körper juckte und kribbelte, so dass ich alles mit der flachen Hand ausstreichen musste."

Speichelfluss

OBE-Brief 96: "Mein Problem besteht darin, dass ich mich im Liegen am besten entspannen kann, dies jedoch dazu führt, dass sobald mein Körper zu beben beginnt, ich immer meine, ich müsse Speichel herunterschlucken. Dies könnte logisch sein da meine Zunge wahrscheinlich nach hinten fällt. Neige ich dann den Kopf zur Seite, kann ich mich nicht mehr entspannen. Also versuchte ich das selbe im Sitzen, doch auch in dieser Stellung habe ich das Schluck-Problem.

Antwort: Das Problem ist mir nur allzu sehr bekannt und ich hatte Jahre damit zu tun - und es auf eine für mich zufrieden stellende Weise gelöst: Ich habe ebenso wie Sie in sitzender Haltung geübt. Ich bin dazu übergegangen meinen Kopf hängen zu lassen und mich nicht mehr weiter um den Speichel gekümmert. Ich hatte dann den Eindruck, dass Unmengen von Speichel aus meinem Mund flossen  - ich dachte mein Pullover müsse hiervon schon ganz durchnässt sein - jedoch wenn ich nach meiner Versenkung wieder zurück war und den Pullover abtastete, so war dieser ganz trocken - kein Speichel war herausgeflossen.

Der Zufall kam mir zu Hilfe und ich hatte dann folgendes Erlebnis: in einer Versenkung hatte ich mein inneres Auge geöffnet und konnte sehen, wie Ektoplasma aus meinem Mund strömte. Ich konnte es genau beobachten - eine wie Honig langsam herausfließende Masse, hellgrau mit dunkelgrauem "Granulat" (auch vor diesem OBE Versuch hatte ich einen starken Speichelandrang). Schlagartig hatte ich die Erklärung für mein Problem.

Hyperventilieren nach einer Panikattacke

OBE-Brief 93:  "...leider war der Schreck so groß, dass ich kurz drauf hyperventilierte. In dem Augenblick jedoch wusste ich nicht die Ursache des Hyperventilierens. Ich dachte, ich müsste jetzt sterben und bin dann in meiner Not ins Krankenhaus. Dort habe ich dann erfahren, dass ich eine Panikattacke hatte. Seitdem habe ich immer versucht, mich zu erden und mich nicht mit Spirituellem zu beschäftigen."

Vibrationen

Vibrationen sind ein Zittern des Fluidalkörpers. Zumindest sollte es so sein. Es kann auch der Körper durch nervliche Überreizung zittern, das fühlt sich aber völlig anders an (sofern man beides erlebt hat und vergleichen kann). Töne, die vor OBEs gehört werden sind schnelle Vibrationen (Zittern). Schallwellen sind Schwingungen, die von unserem Ohr als Töne wahrgenommen werden (von ca. 20 bis 10000 Hz oder darüber).

Nach theosophischer Auffassung entsteht durch Vibrationen eine Lockerung des Fluidalkörpes. Sobald der Fluidalkörper gelockert ist kommt es leichter zu Kundaliniphänomenen, Abhebungen und sonstigen paranormalen Geschehnissen.

OBE.Brief 103: "Seit ca. 2 Jahren habe ich sehr intensive Träume die meistens nach einiger Zeit in Vibrationen übergehen. Die Vibrationen sind oft so stark, dass ich bislang immer Panik bekam und mich zum Aufwachen zwingen musste. Damals wusste ich noch nicht was diese Vibrationen zu bedeuten hatten, doch seit letztem Sommer hatte ich eine Reihe von OBE`s und Astralreisen, die positiv und negativ waren .... doch was mich wundert ist, dass die Vibrationen manchmal angenehmer sind und dann meistens zu positiven OBE's führen. An anderen Tagen sind sie so stark, dass ich mich ihnen nicht hingeben kann.

OBE-Brief 88:  "Was mich noch leicht irritiert ist, dass dieser Anfangszustand, der hier von den meisten als ein Ziehen oder Rauschen beschrieben wird, sich bei mir in einem anfangs sehr angenehmen, warmen Kribbeln im Solarplexus-Bereich äußert, das dann über meinen ganzen Körper ausstrahlt und dann so heftig wird, dass ich das Gefühl habe auf dem Epizentrum eines Erdbebens zu liegen und mein ganzer Körper wie unter Strom zu vibrieren beginnt. Das Vibrieren meines Körpers ist so stark, dass ich bis vor kurzem jedes Mal völlig fertig aufgewacht bin und froh war, das alles nur ein Traum war. Eine so starke Energie in mir habe ich im Wachzustand noch nie auch nur annähernd empfunden. Ich fühle mich wie eine lebendige Starkstromsteckdose, hört sich vielleicht lustig an, ist aber tatsächlich so. Dementsprechend bin ich dann jedes Mal nach dem Aufwachen angenehm überrascht gewesen, dass mein Körper entspannt ist und mein Puls ruhig schlägt. Und meist schlaf ich danach auch seelenruhig weiter."

Fließen: Hierbei strömt Äther (Fluidal) entlang der Oberfläche des Körpers. Das kann sich als warm oder als kalt anfühlen oder wie "elektrischer Strom".

Beben: innerhalb des Körpers - entsteht, wenn sich Pakete von Äthersubstanz bewegen  (verschiebt).

vom Boden her - langsame Schwingungen in Richtung der Körperachse. Es fühlt sich wie ein Erdbeben an.

Wellen: Wellen entstehen, wenn Äther (Fluidal) sowohl strömt und zugleich schwingt (langsam vibriert).

 Chakras als Trichter

Sie entstehen durch einen Austausch von feinstofflicher Materie/Energien zwischen dem Inneren und der Oberfläche des Körpers. Ähnlich den Trichtern wie sie beim Abfluss eines Waschbeckens entstehen.

Chakras mit Gegenchakras

"Stunde bei Guru Ananda": Der ganze Brustbereich war sehr belebt und ich konnte zu meinem Erstaunen meine Energien schon recht gut beherrschen. Die Wellen mündeten nur ins Anahata. Im letzten Teil der Stunde getraute ich mir sogar das Stirnchakra zu beleben. Beim Mauna (Sitzen in Stille) sah ich auf einmal im Zentrum zwischen den Augenbrauen, ganz deutlich folgendes Bild: etwa von der Mitte der Stirn ging ein Rohr, dick wie ein runder Bleistift weg. Der Durchmesser des Rohres vergrößerte sich stark mit der Entfernung von der Stirne. Die Form könnte man mit einem ganz symmetrischen Eierschwamm vergleichen. Die Dimension war jedoch ein wenig größer, so dass in etwa fünf Zentimeter Entfernung von der Stirne der Durchmesser fast die Breite der Stirne erreichte. Ab dieser Ausdehnung konnte ich nur mehr einen leichten Dunst, der mit weiterer Entfernung ganz abnahm, sehen. Der Trichter war hell und fast farblos. Er schimmerte vielleicht in einem ganz zarten orange-gelben Ton, welchem noch ein helles Blau beigemischt war." (S.)

Absolute Stille

OBE Brief 99: "....Ein anderes Erlebnis, das ich hatte, handelt von einem absoluten Nichts. Ich lag bei vollständiger Dunkelheit auf dem Rücken in meinem Bett. Ich erwachte, sah aber nichts. Ich bekam das Gefühl, als ob sich mein Gedächtnis von mir verabschieden würde. Selbst das Geräusch, das man im Ohr hat bei Stille, war verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt war nichts: Keine Geräusche, keine Gedanken, nichts zu sehen. Nach vielleicht einer Sekunde "war ich wieder da". Von da an hatte ich wieder alle physischen und psychischen Fähigkeiten. Ich konnte wieder rechnen, wusste die Formeln noch, die ich vor Jahren in der Schule gelernt hatte und konnte normal aufstehen und meinen Tätigkeiten nachgehen. Dieses Erlebnis vergleiche ich heute mit einem Computer-Reset, bei dem etwa dasselbe passiert."

 Mosaike, Schlieren (unstrukturiertes Farbsehen)

Das Sehen von Farbschlieren und Mosaiken tritt auf, wenn es gelingt sich tiefer zu versenken. Es ist die Vorstufe zu Astralreisen von der Art "Projektion".

Nach dieser Vorstufe von Mosaiken und Schlieren erfolgt so etwas wie ein Kipp Effekt und von einem Augenblick zum anderen steht man in einer astralen Landschaft.

OBE-Brief 79: "Wenn ich in diesen Zustand der Erstarrung gelange, habe ich manchmal den Eindruck, dass ich eine absolute Schwärze sehe. So tiefschwarz, dass überhaupt kein Licht hindurchkommt. Und in meinem Schlafzimmer ist es immer relativ hell, weil ich persönlich totale Dunkelheit nicht mag. Und irgendwie habe ich jedes mal den Eindruck, es war mehr als nur totale Dunkelheit. Was könnte das sein, bzw. hat das irgendeine Bedeutung?"

"Als nächstes folgten blau leuchtende Lichter und später bunte Farbschleierauf seinem Augenhintergrund. Manchmal auch farbige Mosaike oder Schlieren gleich einem Ölfilm auf dem Wasser, nur viel leuchtender. Es war faszinierend schön anzusehen."

Aus: A. Ballabene, "Der Tod und sein Lehrling", Kap. 4, SSE Verlag, ISBN 978-3-901975-37-0

OBE Brief 106: Letzten August hatte ich mich am Nachmittag schlafen gelegt, und bevor ich eingeschlafen war, bekam ich sehr starke Vibrationen und mein Körper wurde starr und gelähmt. Im nächsten Moment war ich von sehr intensiven Farben umgeben. Plötzlich wurde ich von einer Kraft in diese Farben hinein gezogen und ich tauchte immer tiefer in diese Farbenwelt ein. Als ich durch diese Farben reiste empfand ich höchste Glücksgefühle und Ekstase. Es bildeten sich schwarze und weiße Punkte vor mir, die sich wie Magneten anzogen und verbanden. Dann sah ich eine Reihe von sehr komplexen geometrischen Mustern, die sich andauernd veränderten und sich mit meinem Verstand nicht identifizieren ließen. Als ich noch tiefer hineinreiste sah ich plötzlich weiße Flecken und als ich in diese hineingezogen wurde erkannte ich plötzlich die Kontinente unserer Erde. Ich wurde weiter in diese Kontinente hineingezogen, als würde ich vom Universum her kommend auf die Erde zureisen. Das Nächste, an das ich mich erinnern kann, war, dass ich über einen See flog. Am Ufer war ein kleines Haus mit einem Steg in den See. Am Ende dieses Stegs ging eine Frau auf und ab und ich beobachtete sie von einiger Distanz aus der Luft. An die nächsten Momente meiner Reise erinnere ich mich nur mehr in Bruchstücken. Ich überflog einen Wald und blieb vor einer mittelalterlichen Burg stehen. Ich beobachtete diese Burg aus einiger Distanz (am Boden). Es war sehr beängstigend, da es inzwischen früher Abend war. Dann wurden die Vibrationen schwächer und die Bilder, die ich vor meinen Augen sah, wurden immer schwächer, bis ich wieder zurück in meinen Körper gezogen wurde.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien