Träumchen und Bilder im hypnagogen Einschlafstadium

Aus Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Hypnagogie):

Hypnagogie bezeichnet einen Bewusstseinzustand, der beim Einschlafen auftreten kann. Eine Person im hypnagogischen Zustand kann visuelle, auditive und taktile Pseudohalluzinationen erleben, unter Umständen ohne sich bewegen zu können. Obwohl der Person bewusst ist, dass sie halluziniert, kann sie in den meisten Fällen nicht darauf reagieren.

Im Fall einer Hypnagogie ist die Person immer noch bei Bewusstsein – sie träumt, ist aber wach. Diese Tatsache ermöglicht es Klarträumern, bei Wachheit mittels spezieller Techniken einen Traum herbeizuführen.

 Im weiteren Verlauf befasst sich dieses Kapitel nur mit den visuellen Wahrnehmungen im hypnagogen Stadium. Im Folgenden eine genauere Beschreibung der visuellen hypnagogen Wahrnehmungen.

Aus: "Astralreisen, Jenseitswelten", Teil 2, Zustände im Körper (IBE) (von A. Ballabene):

Zustände im Halbschlaf  (hypnagoge Zustände):

In diesen dösigen Zuständen sind wir noch genügend wach, um über das Erlebte reflektieren zu können und begegnen andererseits den ersten Übergängen zum Traumschlaf, meist kurze Bilder oder Szenen, gelegentlich auch akustische Wahrnehmungen, Muskelzuckungen und dergleichen. Diese Eindrücke mit Hellsehen oder Hellhören zu verwechseln ist ein Fehler, kommt jedoch leider immer wieder vor.

Filmchen, Bilder: Häufig kann man in diesem Zustand kurze traumähnliche Bilderfolgen  von einer bis wenige Sekunden sehen. Wenn man nicht zu ermüdet ist (z.B. am Morgen) können wir diese Bilder mit etwas mehr Wachheit als vor dem Einschlafen ansehen. Es erfordert eine gewisse Überwindung, weil man sich in diesem Zustand gerne fallen lässt und man "soo müde" ist. Wenn man jedoch ein kleines Quäntchen Konzentration aufbringen kann, so wird man hierfür gut belohnt. Die ursprünglich nebelig-grauen Bilder werden farbiger, lichtvoller und einprägsamer.

Manche nützen diesen Zustand, um Visualisationen (Bildersehen) zu erlernen, oder um über den Zustand in Astralreisen ("Projektion") einzusteigen.

Bei einem belebten Energiesystem sieht man im hypnagogen Zustand immer wieder Lichter - Scheinwerfer von Autos, Laternen etc.

hypnagoge Bildchen in der Einschlafphase

Die ältesten Berichte und Forschungen über das hypnagoge Übergangsstadium vom Wachen in den Schlaf stammen von Maury, 1865. Hierzu:

Aus: http://animus.fateback.com/animus/klartraum/6.html

Der Übergang vom Wachen in den Schlaf ist besonders gut geeignet, Veränderungen der Bewusstseinsvorgänge zu untersuchen, weil wir beim Einschlafen noch bis zu einem bestimmten Zeitpunkt die sich einstellenden Phänomene erfassen und den Ablauf unserer Vorstellungen in erwartender Beobachtung verfolgen können. So hat MAURY schon in den Anfängen der Traumforschung (1865) dem Einschlaferleben viel Aufmerksamkeit geschenkt. So beobachtete er seine Gedanken beim Einschlafen und nahm sich vor, nach kurzer Zeit wieder aufzuwachen. Auf diese Weise gelang es ihm, Vorstellungen zu erinnern, die mit dem Einsetzen des Schlafs der bewussten Kontrolle allmählich entzogen wurden. MAURY hat diese Einschlaferlebnisse "hypnagoge Halluzinationen" genannt, weil er von der sinnenhaften Anschaulichkeit der Phänomene stark beeindruckt war.

 In der Psychologie haben sich einige Forscher mit den Inhalten der hypnagogen Bilder befasst. Der bekannteste unter ihnen ist der Wiener Forscher Herbert Silberer.

Silberer interessierte sich vornehmlich für die Schwellensymbolik in hypnagogen Bildern. Hierbei wird bildhaft der Übergang von einem Zustand (wach) in einen anderen Zustand  (Traum) zum Ausdruck gebracht. Typische Bilder sind Brücke, Tor, Tunnel etc.

Aus http://www.traumfernkurse.de/einschl.htm

Silberer achtete besonders auf den Moment, wo die abstrakten Gedanken in konkrete Bildvorstellungen übergingen. Es interessierte ihn besonders, wie sich beim Einschlafen (hypnagogische Visionen) die Veränderung des Bewusstseinszustandes (Wachen-Schlaf) bildlich darstellt. Diesen Wechsel von einem Zustand zum andern vergleicht er mit dem Überschreiten einer Schwelle und spricht deshalb von Schwellensymbolik. Nach seiner Auffassung wird in den sogenannten Schwellensymbolen der augenblickliche Bewusstseinszustand des Einschlafens, der Wechsel von einem psychischen Zustand in einen anderen, unmittelbar in Bilder umgesetzt.

Diese Schwellenbilder kann man bewusst einsetzen, um in luzide Träume oder OBEs einzutreten.

Wenn man die Wachheit mittels Konzentration im hypnagogen Stadium länger durchhalten kann, dann wechseln die kurz aufblitzenden Bilder, zu kurzen Szenen. Im nächsten Stadium sieht man sich durch eine Umgebung gleiten. Man gleitet ohne Körperbewusstsein durch eine Landschaft. Es ist kaum oder nur mit Mühe möglich den Film anzuhalten. Wenn dies gelingt, hat man es auch geschafft in einen luziden Traum/OBE einzutreten.

Methoden um aus Einschlafsequenzen zu bewussten Träumen/OBE zu gelangen finden sich in "Astralreisen und Jenseitswelten", Teil 4: Astralreisen von A. Ballabene. Darin heißt es:

Am besten lässt sich diese Methode am Morgen als Halbschlafmethode (Pendeln zwischen Wachen und Einschlafen) durchführen. Aufmerksames Hinschauen auf den Augenhintergrund ist der wesentliche Promotor.

Die beim Schlaf-Wachsein Zustand erfolgenden Träumchen sind kurze traumartige Passagen der hypnagogen Einschlafphase. Das Eingleiten in den Schlaf erfolgt wellenartig: kurze Träumchensequenzen und anschließendes Wachsein. Dieser Zwischenzustand ermöglicht einerseits das Aufrechterhalten einer (gedämpften) Konzentration und bietet andererseits die Möglichkeiten des inneren Sehens und sonstiger "Traumfähigkeiten".

Die Methode mittels Projektion ist halb spontan und halb gewollt.

Es ist günstig diese Form der Projektion am besten am Morgen gleich nach dem Aufwachen durchzuführen. Am besten eignet sich der späte Morgen an einem Wochenende oder eine Entspannung am Nachmittag. Noch mit geschlossenen Augen im Bett liegend, mit kurzen, träumchenartigen Bildsequenzen, die hin und wieder auftauchen, versucht man zu Visualisieren (Sehen und nicht Vorstellen). Das Visualisieren erfolgt hierbei nicht aktiv in dem Sinne, dass man sich etwas konkret vorstellt, sondern ist teilweise passiv, das heißt man gibt den Wunsch vor eine Landschaft zu sehen und wartet dann bis diese von selbst entsteht. Man darf nicht eindösen, sondern muss eine Teil-Wachheit und Aufmerksamkeit aufrecht erhalten (jedoch nicht voll tagwach sein).

Durchführung:

  • Im Augenfeld (geschlossene Augen) entsteht ein filmartiges Gleiten durch Landschaften. Man kann zwar keine Details erschaffen, jedoch bestimmen, ob man über Wiesenlandschaften gleiten will oder entlang von Straßen. Die schwierige Aufgabe ist es nun die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten, damit dieser Film nicht abbricht und in Diskontinuität ein neuer Film entsteht.
  • Im nächsten Schritt müssen wir versuchen das Gleiten anzuhalten. Aus dem Film sollte ein statisches Bild werden. Nach wie vor sind wir uns unseres materiellen Körpers bewusst und sind wir Beschauer eines Filmes.
  • Anschließend versucht man das nunmehr statische Bild plastischer und dreidimensional werden zu lassen. Das Bild ist weiterhin vor uns wie im Kino. Wir befinden uns noch nicht in einem dreidimensionalem Raum.
  • Sobald das Bild zu einer offenen, vor uns liegenden Umgebung wird, versuchen wir in das Bild hinein zu steigen. Dies geschieht dadurch, dass wir versuchen uns in die Landschaft hinein zu versetzen oder körperlich wie mit einem Hechtsprung hinein zu werfen. Ist das gelungen, sind wir in der Landschaft präsent und können uns in dieser körperhaft bewegen. (Oft sind die Bilder im Rahmen eines Schwellensymbols - wir haben vor uns ein Fenster, Bühne, Filmleinwand etc.)

Wenn es gelingt sich in einen dreidimensionalen Raum zu projizieren, steht man in einer unbekannten Landschaft. Der Zustand ist schlagartig anders. Es ist nur noch geringe oder keine Konzentration erforderlich, um die Szene aufrecht zu erhalten. Die Kontinuität unterliegt keinen Schwankungen wie zuvor. Man ist frei von jeglichem automatischen Handlungsablauf, wie sonst beim Träumen. Man steht absichtslos in einer fremden Umgebung und sieht sich zumeist durch einen Rundblick um. Dann trifft man die Entscheidung wohin man gehen will. Das Fehlen eines vorgegebenen inneren Handlungsablaufes wie im Traum kann bei manchen dazu führen, dass sie sich hilflos einer fremden Umgebung ausgesetzt fühlen. Bei solchen Personen setzen dann Ängste ein. Sie werden sich dann wahrscheinlich vor Astralreisen prinzipiell fürchten und lieber in der Enge des vertrauten Alltags sein wollen. Für manche jedoch ist gerade diese Situation der Eigenentscheidung das Spannende. Durch das "schutzlose" auf sich allein gestellt sein wird zusätzlich die Wachheit erhöht, was zu einem tieferen Eindruck des Erlebten führt.

 

© copyright Alfred Ballabene, Wien