Traumsymbole und Chakras

Chakrasymbol oder Entfaltungssymbol - Bezeichnungen unterschiedlicher Paradigmen.

© Gauri, Regensburg

Die im Traum vorkommenden Chakrasymbole können zumeist auch als seelische Entfaltungssymbole psychologisch ausgedeutet werden. Es gibt keinen Beweis, daß die Psyche mit den Blütensymbolen die Chakras meint. Wo dies dennoch "eindeutig" der Fall zu sein scheint, kann es daher rühren, daß sich der Träumende sehr für Chakren interessiert, für spirituelle Entwicklung etc., wobei sich diese Tagesbeschäftigung in den Träumen als Symbolsprache niederschlägt. Ein Beweis für die Existenz von Chakras sind diese Traumsymbole jedenfalls nicht. Das spielt keine Rolle, inhaltlich, was die seelische Entfaltung anbelangt, kommt es auf das Selbe hinaus.

Zu den Chakra-Traumsymbolen gehören Blüten oder sonstige radförmige Gebilde in leuchtenden Farben. Wenn die Träume typisch für diese Kategorie sind, so beinhalten sie wenig Handlung und das Blütensymbol hebt sich durch seine Farbenpracht von allem Geschehen deutlich hervor.

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Blüten sind in der Traumausdeutung wie schon erwähnt Indikationen für die seelische Entfaltung. Tatsächlich geht, nach esoterischer Ansicht, die seelische Entfaltung des Menschen Hand in Hand mit der Enfaltung der Chakras. Wie immer es sei, für einen Yogapraktizierenden sind solche Symbole, wenn sie in seinen Träumen auftauchen ein Ansporn und Hinweis, daß er auf dem richtigen Weg ist: die Meditationen erzeugen in seinem inneren Wesen Resonanz.

In Verbindung mit den praktizierten Meditationen geben die Farben der Blüten und ihre Anordnung Aufschluß über das jeweilige Chakra, das angeregt wurde und sind ein wichtiger Hinweis dafür, wie die Meditation verläuft und wie sie fortgesetzt werden soll. Ergänzt wird eine solche Analyse durch sonstige Beobachtungen wie momentane Verfassung, psychisches Umfeld und diverse prägende Tageseindrücke. Eine diesbezügliche Ausdeutung erfordert Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

 Beispiele für Chakraträume

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Ballabene (Vayu) "Zu Zeiten, in welchen ich die Aktivität der Kundalini als ein ständiges Glühen in der Steißbeingegend fühlte, sah ich öfters in Träumen leuchtende Mohnblumen. Mit ihren vier Blütenblättern und in ihrer Farbe ist sie ein fast getreuliches Abbild des Muladhara Chakras."

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Vayu: "Nach der Meditation, in welcher die Kundalini aktiviert wurde und ca. 20 cm aufstieg, legte ich mich schlafen. Im Traum sah ich einen leuchtend feuerroten Vogel, von sehr großer Schönheit und freundschaftlicher Zutraulichkeit. Er hatte seine Flügel ausgebreitet und seinen Schweif zu einem Rad entfaltet."

Deutung: Sein Radschwanz befand sich am Ende der Wirbelsäule, dort, wo beim Menschen das Muladhara Chakra sich befindet. Im Vergleich zu Pflanzen, die vegetative Kräfte symbolisieren, symbolisiert ein Vogel als Tier eine dynamische Kraft.

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Vayu: "In einer Zeit verstärkter Kundaliniübungen sah ich, dem Scheitel zugeordnet, eine chremfarbene Blüte, von welcher Nektar (Amrita, Soma) tropfte."

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Acharya: "Ich ging einen neu entdeckten Weg zum Ashram (Yogazentrum). Er führte durch eine sehr schöne, gepflegte Parklandschaft. An einer Stelle waren besonders viele Blumen, unter anderem auch Sonnenblumen. Dann sah ich vor mir einen Baum, dessen Krone von großen Sonnenblumen in leuchtend gold-gelber Farbe gebildet wurde."

Deutung: der Baum steht als Symbol für den Menschen (nach Jung mütterlicher Aspekt, beim Mann ein Aspekt seiner Gefühlswelt). Der Baum als Symbol des Körpers ist überall sonnenhaft durchlichtet.

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Acharya: "Ich sah im Traum eine überdimensional große Blüte. Sie war trichterförmig, von dunkel-orange-roter Farbe, mit dem Kelch nach oben gerichtet."

 

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