Über die Ideoplastie des Astralkörpers

Der Astralkörper ist ein Gebilde ohne biologische oder physikalische Funktion. Da "Astralmaterie" in keiner Weise einer starren Materie gleicht, ist er beliebig verformbar. Bei Astralreisen werden hin und wieder solche Beobachtungen gemacht.

Eine Aussendung des Astralkörpers, der als Vehikel (theosophischer Begriff für "feinstofflicher Körper", bzw. eine Bezeichnung für den Träger des Bewusstseins) wird aus dem Unterbewusstsein heraus geformt und gebildet, um dann während der Astralreise bewusst als Vehikel verwendet zu werden. Sein Aussehen entsteht aus unserer Gewohnheit uns mit einer körperlichen Erscheinung zu identifizieren. Die einzelnen Elemente des Astralkörpers haben keine Funktion – so könnte man man sich zum Beispiel durch Schweben fortbewegen und würde keine Beine benötigen etc. (tatsächlich gibt es kugelförmige, astrale Bewusstseinsträger). Der Astralkörper entspricht in etwa einem Passbild - ein Erscheinungsbild unserer Person, welches dazu verhilft von unseren Freunden und Bekannten identifiziert werden zu können.

Die Verformbarkeit des Astralkörpers nennt man Ideoplastie. Das Wort Ideoplastie ist aus den beiden griechischen Worten "idea" und "plastikos" zusammengesetzt. "Idea" bedeutet soviel wie "Leitgedanke, der ein Musterbild erzeugt, das der individuellen Wirklichkeit zugrunde liegt", "plastikos" heißt soviel wie "Ausbilden einer bestimmten Form". Bei der Ideoplastie handelt es sich somit um die Bildung einer bestimmten Form, welche entweder durch eigene Gedanken und persönliche Vorstellungen Gestalt annimmt, oder eine bestehende Form so verändert, dass sie Ausdruck der eigenen Vorstellungen wird. Wie ein Bildhauer den Stein bearbeitet und dadurch seine Vorstellung konkretisiert, so wirkt man in feinstofflichen Ebenen bewusst oder unbewusst auf die astrale Materie ein, welche unter der Einwirkung der Gedanken Gestalt anzunehmen beginnt. Die Gedanken haben die Fähigkeit, astrale Materie zu formen, so dass man von einer Bildekraft der Vorstellung sprechen kann.

"Die Materialprüfung" (Erfahrung Ballabene) Ich war schon etliche Straßen entlang gewandert. Es war eine idyllische Kleinstadt, welche an einem Meeresarm gelegen war. Ich besah mir die Fassaden von Kirchen, alten Festungen und Häusern. Es waren immer wieder wunderschöne Häuser zu sehen und ich genoss es sie zu bewundern und saugte die Eindrücke förmlich in mich ein, um diese Schönheit für immer in Erinnerung zu behalten. Manche der Häuser waren über und über mit Steinfiguren und Ornamenten verziert. Sie waren gleich einem Buch aus Stein, welches in reichlichen Reliefs Zustand und Art der Bewohner widerspiegelte. Ich konnte mich an diesen wunderbaren Gebäuden nicht genug satt sehen. Nach einiger Zeit gelangte ich zu einem Steinweg am Ufer eines Flüsschens. Die Uferseite des Weges war mit niederen Sträuchern grün bewachsen. Auf der anderen Seite des Weges versuchte ein Haus das andere an Ornamenten und Schönheit zu übertreffen. ,,Jetzt überprüfe ich einmal die Festigkeit und gedankliche Beeinflussbarkeit dieser Materie", kam es mir in den Sinn. Das erste Haus hatte ein schön geschmiedetes Eisentor. Ich griff in das Eisen hinein und zog das Tor heraus. Schräg blieb es herausgekippt, als ich weiterging. Es sah ein bisschen nach Vandalismus aus, was ich da hinterließ, aber mein Forscherdrang ließ sich nicht einbremsen. Jetzt wendete ich mich den Steinquadern eines reich verzierten Hauses zu. Meine Hand langte zu den Steinquadern der Mauer. Sie waren fest und kalt, wie Steine immer sind. ,,Ich muss sie durchdringen, denn sie sind aus Astralstoff, sie müssen sich meinem Willen fügen", dachte ich. Wieder griff ich hin, und meine Hand durchdrang den Stein, als wäre er aus Teig. Interessanterweise fühlte sich der Stein jetzt warm an. Als ich die Hand wieder herauszog, blieb eine glasigbraune Senkung zurück, so als hätte jemand mit heißer Flamme ein Loch hineingeschmolzen. 6 Ich war mit dem Ergebnis meiner Überprüfung zufrieden und ging weiter.

"Der verlängerte Arm" (Erfahrung Ballabene) Nachdem ich ein wenig interessantes Dorf durchquert hatte, setzte ich mich auf die Böschung des Straßenrandes, unschlüssig was ich weiter tun sollte. Es war eine gewöhnliche Landstraße, breit genug für einen Verkehr in beiden Richtungen. Da saß ich nun gleich einem Müßiggänger und betrachtete die Steine, die auf der Straße herumlagen. Das brachte mich auf die Idee einmal auszuprobieren, ob ich nach dem Stein, schräg auf der anderen Seite langen konnte, ohne aufzustehen. Der Stein lag 2 bis 3 m entfernt. Ich streckte meinen rechten Arm aus und dehnte ihn, bis ich tatsächlich den Stein fassen 7 konnte. Diese neue Entdeckung bereitete mir Freude und ich machte noch ausgiebig Gebrauch davon, indem ich nach allen möglichen Steinen und auch einem Papierknäuel haschte, alles ungefähr im gleichen Umkreis.

"Durchschreiten von "Materie" und "Telekinese" (Erfahrung Ballabene) Ich versuchte abermals Materie zu durchschreiten. So nahm ich mir vor auf der Straße abwärts in den Asphalt hinein zu gehen. Es gelang und ich ging bis in Brusthöhe in der Tiefe. Anschließend ging ich schräg empor bis ich mich eineinhalb Meter in der Luft befand. Alles funktionierte problemlos. Anschließend schritt ich durch die Türe eines Hauses und versuchte im Wohnzimmer mich in Telekinese einzuüben. Die neu entdeckte Methode der Bewusstseinsverlagerung wendete ich in der Telekinese nicht an und sie funktionierte auch nicht. Die Gegenstände schwebten nicht in meine Hand.

 

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